FEUILLETON-ZEITGEIST: Die Feststellung der Kriegsfähigkeit und der Ausweg Friedensfrühstück

FEUILLETON-ZEITGEIST

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 „Feststellung der Kriegsfähigkeit“

 Feststellung der Kriegsfähigkeit

Seit dem 25. Oktober testet die NATO an der sensiblen Trennlinie zum Lieblingswunschfeind Russland in Norwegen ihre Kriegsbereitschaft, um die lang ersehnte Vernichtung des Riesenreiches zu erzwingen. Im Kalten Krieg war Russland der Lieblingswunschfeind der NATO, weil die Sowjetunion ein Staat kommunistischen Selbstverständnisses war. Warum pflegte „Der Westen“, insbesondere „Die NATO“, dann die bisher ideologische Feindschaft zwischen Ost und West nun auf dem ebenso menschenverachtenden System der Profitgier und Betrugsbereitschaft auch gegenüber von Wirtschaftskonkurrenz und Wirtschaftspartnerschaft weiter? Weil Russland als Begründung gebraucht wurde? Ein paar unbequeme Antworten auf ebenso unbequeme Fragen sind nötig.

Wovon fühlt sich die NATO bedroht?

Ein ehrlicher Generalsekretär des Bündnisses müsste eigentlich sagen: Durch niemanden. Denn alle gefährlichen Entwicklungen in der Welt, die „dem Westen“ um die Ohren fliegen könnten, hat er selbst in Gang gesetzt: Terrorismus, Migration, Sozialabbau, Ende der Demokratie und ein Globaler Faschismus.

Wie zutreffend ist die Mitverantwortung an den Bedrohungselementen?

Die Mitschuld „des Westens“ am internationalen Terrorismus ist inzwischen die am Leichtesten zu beantwortende Frage: Voll hauptschuldig. Wer ist der global Player des Waffenhandels? Die Politik des Westens. Im Grunde ist der Waffenhandel ein transparentes Geschäft. Man muss sich zur Eigensicherung nur mit der Information zufrieden geben, dass Waffenhandel unter der höchst verantwortlichen Aufsicht der internationalen Waffenkontrollgesetze stattfinden. Es gibt eine Vielzahl nationaler, europäischer und internationaler Abkommen und Regelungen und Vereinbarungen über den Waffenhandel. Bezüglich der deutschen Rüstungsexporte sind das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz die wichtigsten beiden Abkommen.

Von A wie Aghanistan bis V wie Vietnam exportiert Deutschland Rüstungsindustrie Waffen und Waffenbestandteile an 60 Länder. Darunter befinden sich solche Krisen- oder auch schon Kriegsgebiete wie Mali, Nigeria, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien – im Grunde kann man vereinfacht sagen: in alles Staaten, in denen die Gestaltung des Alltagslebens maßgeblich unter Anwendung von Schusswaffengewalt stattfindet, sowie an Mitgliedsländer der Wertegemeinschaft „Westen“ im Rahmen von NATO und Europäischer Union. Überspitzt ausgedrückt, ist der internationale Waffenhandel nur an Abnehmer erlaubt, die nicht aus Krisenländern stammen und an Abnehmer, die ihrerseits die Waffen nicht weiter verkaufen. Also generell verboten, denn alle anderen brauchen keine Waffen. Also kaufen sie auch keine. Wer aber Waffen kauft, will sie in unrechter Absicht einsetzen. Wie so oft, ist auch hier die Aussicht auf Profit größer als die Summe aus Vernunft und Menschlichkeit. Damit hat jeder am Waffenhandel Beteiligte, ob Staat, Terrorist, oder Sonstiger, Schuld am Waffeneinsatz. An jedem Schuss, der knallt, und jedem Opfer von Gewalt ist der jede Hand, jeder Kopf, jede Person Mitverantwortung an

Wer verlangt Anhebung der Rüstungsausgaben?

Die NATO und Präsident Trump sowie die jeweiligen Claqueure. Und die Hersteller natürlich, die das Mordszeug „absetzen“ müssen.

Trident Juncture: Russland im Vorbeigehen einnehmen

Die NATO trainiert, wie schnell ihre Speerspitze Aufspießbereit ist, ohne dass die Spieß-Gesellen ihre Zähne geputzt und den Morgenkaffee genommen haben. Das Schnelligkeitstraining ist aber nur dann aus militärischer, also zweifelhafter Sicht nur dann sinnvoll, wenn die NATO Russland en passant einnehmen will. Im Vorbeigehen. Mit einem Seitenausfallschritt. Für das Trainingsgebiet Norwegen hat ein Bundeswehr-Militärtätiger mit Schnauzbart, aber ohne bekannt gegebenen oder sichtbar werdendem Dienstgrad eingeschätzt, dass die „gestellte Aufgabe erfüllt wurde“ – trotz aller Technikmängel, welch ein Wunder.

 Ein europäisches Friedensfrühstück

 „Patt“, stellten NATO, Russland und die dazugehörigen Netzwerke aus Politik und Wirtschaft fest. Denn das Säbelrasseln war schon so laut geworden, dass die Zeit für einlenkende Gespräche mit einem so großen Erleichterungsgefühl wie damals 1987, als Ronald Reagan und Michail Gorbatschow in Reykjavik öffentlich etwas unterschrieben, was eine Reduzierung von Mittelstreckenraketen in Europa zur Folge haben sollte, sehr kurz ist. Damals war allen klar: „Je kürzer die Reichweite, desto deutscher die Toten“. Der momentane Rüstungsstand der führenden Kriegs-und Rüstungsnationen einschließlich der Rolle Deutschlands im internationalen Waffenhandel ist immer noch um ein mehrfaches größer, als für eine einmalige endgültige Beseitigung des höheren Lebens auf der Erde nötig wäre. Verhandlungen sind in solcher Lage möglicherweise erfolglos. Aber es gibt noch ein Mittel, welches zu erproben wäre und deshalb im Misserfolgs fall keinen Schaden anrichten kann: Ein europäisches Friedensfrühstück.

„Zu Tisch, bitte“

An jedem Monatsersten bis zum Beginn des Ewigen Friedens nach Immanuel Kant treffen morgens um zehn in Europa die Staats-und Regierungschefs der Europäischen Union zu einem Friedensfrühstück zusammen. Zugleich treffen sich alle Generalstabsoffiziere der NATO, der Europäischen Neutralen und der USA zu einem Friedensfrühstück zusammen. Die Begleitenden Dienstgrade nehmen gleichfalls ihr Friedensfrühstück ein. Dasselbe geschehe mit allen Parlamentariern, wobei darauf zu achten ist, dass jeweils Parteienvertreter mit unterschiedlichen Ansichten zur Militärtätigkeit beisammen sitzen. Waffenhändler sollen mit Entwicklungshelfern speisen, Geheimdienste mit der Presse, Umweltschützer mit der Industrie und Migranten mit Einheimischen. In allen Städten und Dörfern Europas sollen die einfachen Menschen beim gemeinsamen Dorffrühstück oder Stadtfrühstück die Wohltat eines sozial sorglosen und bedrohungsfreien Lebens erfahren.

Und die Rüstungsindustrie schaut verdutzt ins Wörterbuch und entdeckt unter „Rüstungskonversion“ das alte Prinzip von „Schwertern zu Pflugscharen.“

 Der Ewige Frieden frei nach Immanuel Kant:

 Migration ist ein Allgemeines Menschenrecht. Jeder hat das Recht auf eine Probezeit zur Vorbereitung der Aufnahme in eine neue Gemeinschaft. Denn im Grunde will jeder nur im Frieden leben, sozial frei sein und dies seiner Gesellschaft erhalten durch ethische, wirtschaftliche, kulturelle, technische und wissenschaftliche Verantwortung.

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FEUILLETON REZENSION: Hallervordens Disqualifizierung

Rezension „Ostfriesisch für Anfänger“

 „Hallervordens Disqualifizierung“

 Am 14.11.2018 kam ein Film im NDR mit Dieter Hallevorden. Unter dem Titel „Ostfriesisch für Anfänger“ war eine Komödie angekündigt worden. Geliefert wurde eine Belustigung über Ausländer, Flüchtlinge und das kurzzeitige „Welcome Refugees“ in Deutschland. Hallervorden spielte darin einen heruntergekommenen Tankstellenpächter in einer heruntergekommenen Tankstelle, der ansonsten arbeitslos und überschuldet ist. Die kulturelle Mitte des Ortes ist der Stammtisch, und da hätte man schon ahnen können, dass vom Stammtisch kommt, was des Stammtischs ist, nämlich Stammtischparolen. Deren Horizont reichte bis zu der Tiefenerkenntnis, dass die Ausländer schon damals, als sie noch in der Fremde weilten, die Arbeitsplätze in Ostfriesland zerstört hatten, um auf der plattgemachten Leitkultur die Islamische Zukunft Deutschlands zu errichten. Oder so ähnlich.

Ich weiß nicht, ob die kabarettreichen 20er und 30er Jahre in Deutschland auch eine Art Nationalkonservatives Kabarett kannten. Ich weiß auch nicht, ob es bei den Nazis Kabarett mit Judenwitzen gab. Gab es es, so hat es vermutlich Ähnlichkeiten mit Hallervordens Disqualifizierung gehabt.

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FEUILLETON-REZENSION: Über das Strafen

FEUILLETON-REZENSION

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 „Strafe ist Vergeltung. Wiedergutmachende Strafen sind undenkbar“

 Der Mann, der das Buch „Über das Strafen“ geschrieben hat, schreibt auch Kolumnen in Spiegel Online, die mit dem Thema Recht zu tun haben. Das ist beruflich gesehen kein Wunder, denn er ist Strafrechtler. Der Mann heißt Thomas Fischer und seine schon früh im Buch genannte Hauptanschauung über das Strafen ist die Bewertung jeder Strafe als Rache. Denn keine Strafe macht die Tat ungeschehen, soll aber den Opferangehörigen oder überlebenden Opfern eine gewissen Genugtuung oder Befriedigung geben. Diese Rache wird in Regeln normiert und erscheint, wenn sie Regelkonform durchgeführt wird, als gerecht. Und doch haftet allem Strafen auch immer ein ungutes Gefühl an. Man denkt sich als Laie: Es muss doch die Länge einer Freiheitsstrafe daran gebunden sein, wann das Ziel der Strafe erreicht ist. Länger muss keiner sitzen sollen. Diesen Zeitpunkt erreicht kein Strafe. Entweder wird sie als lächerlich kurz empfunden oder als übermäßig lang.

So und ähnlich lauten des Strafrechtler ein führende Mitteilungen „Über das Strafen“, im Untertitel präzisiert zum Titel: „Recht und Sicherheit in der demokratischen Gesellschaft.“. Dann aber geht es los mit der Schelte. Einerseits soll Strafe eine kommunikative Funktion haben, denn wenn man die Bestrafung eines Täters niemandem mitteilt, schreckt sie andere Täter nicht ab und befriedigt auch die Hinterbliebenen nicht. Andererseits zweifelt der Autor an der generellen Kompetenz derjenigen, die über das Strafen berichten. Machen es Richter selbst, kann es vorkommen, dass der Bericht juristisch exakt, aber allgemein unverständlich ist. Schreiben Journalisten, mag der Text im allgemeinen Sprachgebrauch verständlich sein, aber juristisch gesehen fehlerhaft oder falsch. Im gleichen Atemzug mit dem Strafen erwähnt der Autor das Gefühl der Sicherheit, welches durch die Bestrafung nach einer Störung durch die Straftat wieder hergestellt werden. Auch dieses Gefühl hält der Autor nicht für ein Maß der inneren Sicherheit. In dunklen Gassen oder überhaupt Nachts draußen unterwegs sein zu müssen, erzeugt nicht gerade das Gefühl anheimelnder Sicherheit. Nach der Presseschelte wird der Autor wieder seriös. Er befasst sich selbstkritisch mit Strafrecht und Gerechtigkeit. An diesem Punkt wird es beinahe lustig. Denn man kann doch wohl nicht im Hauptsatz erklären, dass es kein objektives Strafmaß gibt, und im Nebensatz aus der Höhe des Strafmaßes eine objektivierende Wirkung auf der Basis der Abschreckung konstruieren. Und das auch noch unter den Rahmenbedingungen von Rechtsstaat, Menschenrechten und der allgemeinen Unschuldsvermutung bis zum Nachweis des Gegenteils.

(Thomas Fischer, „Über das Strafen“, Droemer, München 2018)

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BARON VON FEDER: Briefe vom Arbeitsmarkt (Dezember 2018)

BARON VON FEDER

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 Briefe vom Arbeitsmarkt (Dezember 2018)“

 Liebe Gefährtinnen und Gefährten der Hartz-Vier-Klasse, unser aller Elend hatte begonnen, als Gerhard Schröder in sozialdemokratischer Tradition offen Wählerverrat beging und mit Peter Hartz, Franz Müntefering, Ulla Schmidt, Wolfgang Clement, willfährigen Intellektuellen, der Bildzeitung und gesellschaftlich Verantwortungslosen Lobbyisten im Gefolge Minilohnsektor und unentrinnbare Hartz-Vier-Armut planmäßig zielbewusst herbei führte. Das sein Vorgänger Kohl den Boden bereitet hatte, ist beinahe egal, wenn man bedenkt: Der Boden war bereitet, aber nicht bestellt und brachte auch noch keine bittre Frucht hervor. Die rot-grüne Aussaat des Sozialabbaus brachte dann den jeweiligen Regierungen und Koalitionen von Frau Angela Merkel eine satte Ernte ein. Satt jedenfalls für die Neoliberalen, nicht sättigend für die, die von den blühenden Landschaften von Herrn Helmut Kohl nicht einmal die Knospen gesehen haben. Ein Grund zum Erntedankfest liegt mithin nicht vor, wenn Frau Merkel nach ihrer letzten Ernte nicht noch mal an der Spitze eines Erntekommandos in die Ernteschlacht zieht. Es wird jemand anders ziehen – im Theater bleiben „Die Räuber“ „Die Räuber“, auch wenn sich die Rollenbesetzung ändert. Auf die Besetzung kommt es nicht an. Sie alle haben ja schon mal gespielt, man kennt ihre Stärken und Schwächen. Nur die Braunen Chargen, die vom Statisten zur Hauptrolle wollen ohne die wunderbare Vielfalt zu achten, die überall in Welt und auch auf Bühne das Menschsein bedeutet, die maßen sich an, sie könnten das Schauspiel von oben aus lernen. Nun sind sie aber sehr stark in allen Landesparlamenten drin. Liebe Gefährtinnen und Gefährten, das ist kein Grund zum erwartungsvollen Wedeln mit dem Schwanz, denn von der Alternative zu Rechtsstaat und Demokratie werden keine Leckerlies und erst recht keine Arbeitsplätz oder Lohnerhöhungen kommen. Höchstens Zwangsarbeitsplätze mit Taschengeld. Soll ich jetzt Reichsarbeitsdienst sagen? Ich lass es lieber, sonst gibts noch Ärger. Nicht mit den Nazis, denen glaube ich nicht einmal den Ärger, den sie eventuell verbreiten könnten. Denen glaube ich nur, dass sie dumm genug sind, soziale Spannungen der Gesellschaft mit der Ursachenvorstellung Migration zu erklären in Verbindung mit der Einführung des Begriffs „politischer Gegner“, den sie vernichten wollen, weil sie sich von der kulturell segensvollen Meinungsvielfalt der Gesellschaft bedroht fühlen. Worin bedroht? In ihrer Engstirnigkeit? Bildung erweitert den Horizont, Lesen gefährdet die Dummheit, und Textrollen am Theater bekommt man nicht als Statist.

 

 

Haltet Durch

Euer Baron von Feder

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ZUEIGNUNG: Meinungsvielfalt und die Denunzianten des Teufels

 Zueignung

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Meinungsvielfalt und die Denunzianten des Teufels

„Der größte Schuft im ganzen Land: das ist und bleibt der Denunziant“, hörte man oft in der Zeit des Petzens von Personen und Handlungen an dafür vorgesehene Dienststellen der DDR. Die Petzannahmestellen leiteten die Vorgänge an die „Zuständigen Organe“ weiter, welche sich dann mit dem Wunsch nach „Klärung eines Sachverhaltes“ an die Verpetzten wandten. Schon nach kurzer Zeit wusste jeder, wie groß der Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt war. Man war frei genug, zum Ersten Mai die vom Zentralkomitee der SED genehmigten Losungen auf Plakate zu pinseln und zu zeigen. Auf eigenständige Formulierungen fand die Freiheit keine Anwendung. Wenn man aber einer wusste, das jemand vom VEB Berliner Bremsenwerk an der Losung Schrieb: „Wir bauen Bremsen für den Sozialismus“, dann war das im Sinn der herrschenden Meinungsfreiheit nicht zum Äußern frei gegeben und im Sinne der Meinungsvielfalt eine im Volk willkommene Abwechslung. Zumal der Humor nicht zu kurz kam, wie in dem Witz mit dem Wirtschaftsminister, der einen Rinderzuchtbetrieb besucht. Er wird in einer Gruppe von fünf bis sieben Rindern fotografiert. Bildunterschrift im Neuen Deutschaland: „Günter Mittag, Dritte von links…“. In guten politischen Witzen tritt die Meinungsvielfalt am deutlichsten hervor. Die logische Voraussetzung der Meinungsvielfalt ist die Äußerungsfreiheit und die Nutzung der Äußerungsfreiheit. Wer etwas sagen darf aber nicht tut, trägt nicht zur Vielfalt der geäußerten Meinungen bei. Wer über das Ziel hinausschießt und mit missionarischer Leidenschaft meinungsändernde Überzeugungsarbeit leistet, verringert mit jedem Überzeugungserfolg die Ansichtsvielfalt einer am Ende doch funktionierenden Gesellschaft. Wer wie die AfD zur Meldung abweichender Meinungen aufruft, will die Abweichungen nicht kennen, um sein Ansehen in der Gesellschaft zu erkennen Die Alternative zu Rechtsstaat und Demokratie, die Schüler auffordert, im Internet anzugeben, welcher Lehrer in welcher Form die faschistische Gefahr der Gauland-Höcke-Petry-Nazis im Unterricht oder im Pausengespräch bewertet, will keine gebildeten Menschen mit bürgerlicher Gesellschaftsverantwortung, sondern Denunzianten, die mangels Wissen nicht merken, dass sie Mitläufermasse eines Großangriffs auf Freiheit und Menschlichkeit werden sollen.

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Redaktionsmitteilungen: Schwankungen möglich

Derzeit sind Schwankungen im regelmäßigen Auftritt des Flugblatts möglich. Wir tun unser Bestes, auch wenn es zu Verzögerungen kommt.

 

Die Redaktion

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FEUILLETON ZEITGEIST: Feststellung der Kriegstauglichkeit

ZEITGEIST

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Feststellung der Kriegstauglichkeit

 Es ist, als habe es nie das Gipfeltreffen zwischen dem amerikansciehn Präsidenten Ronald Reagan und dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow in Reykjavik gegeben, welches ein Jahr später zu einem echten Rüstungskontroll-und Reduzierungsabkommen zwischen den beiden Staaten führte, die in der Lage waren, die atomare Bewaffnung beider Seiten so hoch zu rüsten, dass alles Leben erloschen wäre, bevor noch der letzte Sprengkopf gezündet worden wäre. (INF:: Intermediate Range Nuklear forces, Atomwaffen kurzer bis mittlerer Reichweite, etwa 500 bis 5000 Kilometer) Ende der Achtziger Jahre bemühten sich die Großmächte angesichts ihres atomaren Patts daher, eine Reihe von Abkommen zu erzielen, die ihre gegenseitigen Würgegriffe lockern würde. Dazu gehörten die Dauerbrenner SALT und START (Strategic Arms Limitation Talks und Strategic Arms reduction Talks) und der ABM-Vertrag (Anti-Ballistic Missiles)

Nichts von diesem lauen Wind im Ersten Kalten Krieg ist mehr spürbar. Stattdessen wird spätestens seit der Ausrufung des Kriegs gegen den Terror durch den amerikanischen Präsidenten George W.Bush kurz nach dem 11. September 2001 und Russlands zeitweiligem Rückzug vom Weltmachtstatus mit immer neuen us-geführten Kriegen und und hybriden militärischen Neuererbewegungen seitens Russland wieder an die wilde Zeit vor dem Patt angeknüpft. Es begann mit der Ausdehnung der NATO nach Osten im Zusammenhang mit dem Rückzug Ruslands aus seinen Ostblockstaaten. Polen und das Baltikum stieg die Blässe ins Gesicht. Tür an Tür mit Russland und kein Wachmann auf dem Flur erschien ihnen bedrohlich. Und schon drehte sich die Bedrohungsschraube wieder: Die Nato droht Moskau mit Maßnahmen, während Moskau der Nato mit Folgen droht, falls die Maßnahmen nicht eingestellt werden. Wieder arbeiteten beide Seiten an der Entwicklung eines neuen „Konzepts“, wie man in einer neoliberal marktorientierten Welt zu sagen pflegt. Früher hieß das noch ganz martialisch „Strategie“. Diesmal war es das Konzept der „hybriden Kriegsführung“, die darauf basiert, dass in der Öffentlichkeit keiner weiß, ob schon Krieg ist oder nicht und der Beginn dem jeweiligen Gegner angelastet wird. Putin zeigte mit dem Manöver Krim, wie man sowas heutzutage macht, und schon war die NATO hellhörig. Panik machte sich breit wie nach dem Sputnik-Schock.

Darum über seit seit den frühen Morgenstunden des 25. Oktobers 2018 die NATO in Norwegen den Großangriff eines fiktiven Gegners. Wenn damit nicht Russlandgemeitn ist, geht es gegen Finnland, aber es wird schon Russland sein, dazu war das Säbelrasseln seit 2014 hinreichend zunehmend antirussisch. Deutschland ist auch wieder mit dabei, weil das so im Weißbuch 2016 steht. Einen Tag vor Manöverbeginn kündigte der amerikanische Präsident Donald Trump die äußerst zäh zustande gekommenen nuklearen Abrüstungsprogramme aus dem Ersten Kalten Krieg (INF-Vertrag).

 Das Manover Trident Juncture ist eine unverhohlen offene Kriegsankündigung samt Mobilmachung gegen Russland mit diesmal auch atomaren Waffen.

Und wieder droht Europa zum nuklearen Gefechtsfeld zu werden. Es ist erlaubt, die mahnende Stimme, die schreibende Hand und die bremsende Tat einzusetzen, um diesen Krieg zu verhindern.

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REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für November 2018 ist fertig

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Das Flugblatt für November 2018 ist fertig. Weil es scheinbar langsam aber gut anzukommen scheint, möchte ich noch einmal auf die Rubrik Leser schreiben für Leser aufmerksam machen und Sie alle fragen: Was würden Sie via Flugblatt Ihren Mitlesern mitteilen wollen?

Zeitzeugnisse?
Dokumentationen?
Anekdoten aus dem der Arbeitswelt
Kleine Streiche und der Ernst der Staatsmacht?

Parallelen?Sonstiges?

Meinungsvielfalt lebt von der Offenheit

Viel Spass beim Lesen

Hannes Nagel

 

Das Flugblatt Nummer 133 01-11-2018

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GRUPPE 20: Nie wieder Krieg

Gruppe 20

 

Nie wieder Krieg“

 

Nie wieder Krieg beschworn die Meisten

wir wolln von nun an Frieden leisten

Um Kriege gänzlich zu entfernen

wolln wir sie einfach nicht mehr lernen

 

und alle, alle stimmten ein

noch konnten sie nichts anderes schrein

 

Doch je länger Frieden war

desto offner wurde klar

das der Preis für diesen Sieg

hieß „Der Stellvertreterkrieg“

 

Und alle, alle dachten sich:

Na so schlimm wirds doch wohl nich

 

Jedoch sind alle ungeniert

ab 1990 mitmarschiert

Da hat die freie Marktwirtschaft

die Menschenrechte abgestraft

 

und allen, allen sagten „die“

Fremd ist Schuld! – (Welch Idiotie)

 

Wohlstandsstaaten sind geschliffen

Bürgerlöhne abgegriffen

Sockelarmut, Niedriglohn

Der Weltfaschismus wartet schon

 

und alle merken sie empört

Grenzen dicht! Und eingesperrt

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FEUILLETON-ZEITGEIST: Chemnitz. Stockholm und Apolda

FEUILLETON-ZEITGEIST

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„Chemnitz, Stockholm und Apoldda“

 

Mit diesem Beitrag wollte das „Das Flugblattt“ warten, bis klar wäre, ob die Beförderung vom Verfassungsschutzchef Hans -Georg Maaßen das letzte Wort wäre oder das Murren über die offenkundige Postenschiebung noch einen Wandel bewirken könnte . Er war es pro forma, denn Maaßen wird nun nicht Innenminister Seehofers „graue Eminenz der Staatssekretär“, sondern „Sonderberater für innenpolitische Fragen“. Weiterhin argwöhnische Beobachter denken, dass er auch in dieser Position seinem Innenminister bei der Abweisung und Abschiebung von Menschen in Not, sprich: Migranten oder Flüchtlinge, Ideen einflüstern kann. Weiterhin satirische Beobachter denken, solche Einflüsterungen habe der Innenminister gar nicht nötig. Der Verfassungsschutzmann war eigentlich nur über die Aussage gestolpert, es habe keinen braunen Mob und keine Hetzjagd in Chemnitz gegeben. Er nahm wohl an, von einer Hetzjagd konnte schon deshalb keine Rede sein, weil „Hasi hier bleiben sollte“. Wen soll die Meute hetzen, wenn kein Hase da ist? Zuerst hatte die Alternative zu Rechtsstaat und Demokratie (AFD) in Chemnitz demonstriert. Links hielt gegen, und schon gilt die ehemalige sächsische Industriestadt Chemnitz, derzeit mit 6878 Hartz-Vier-Arbeitslosen und 2061 Anspruchberechtigten Arbeitslosen, also insgesamt 8939. Menschen im arbeitsfähigen Alter – hier von 16 bis 69 Jahre – gibt es 163.471. Die Zahlen sind aus den Amgaben des Stadteigenen Webseite www.chemnitz.de zusammengestgellt. Seit Hetzjagd und „Demonstration“ hat der Vorfall schon den beschämenden Eigennahmen „Die Ereignisse von Chemnitz“ bekommen. Und zwar von allen Seitten. Kurz zuvor filmte in Dresden ein Kameratema einen Pegiden-Aufzug. Ein hutzeliges Männchen in schwarz-gelb-roter Kluft mit einem spitzen Hütchen wie aus einem Märchenfilm warf einem Kamerateam vor: „Sie haben misch ins Gesischt gefilmt“. Die Szene war ähnlich wie bei Loriot, wo der Gast sagt: „Sie haben mir ins Essen gequatscht“, bloss nicht so lustig, denn das kleine Männchen befand: „Das is ä Strafdat, un Se gomm jetz mit zur Pollezei“. Von diesem Männchen ist gar keine Rede mehr. Dafür traten noch zwei Gespenster durchs Zeitfenster: In Schweden gingen die Parlamentswahlen dermaßen gefährlich günstig für die dortigen Nazis aus, das einen das Gefühl beschleicht, ganz Europa stünde vor einer gemeinschaftlichen braunen Phase. Wohin soll man dann fliehen? Soll es wirklich die Zukunft werden, dass die Welt entweder braun ist Kriegsgebiet? Zu guter Letzt schaute noch aus Thüringen ein braunes Gespenst durchs Zeitfenster. Sie wollten in Mattstedet bei Apolda ein Rechstrock-Konzert durchführen.Das haben dann wohl die Verwaltungsbehörden mit juristischen Mitteln verhindert. Bürokratie kann zuweilen auch ein Segen sein. Die Verwaltungsbürokratie hatte ein allgemeines Nutzungs-und Betretungsverbot erlassen, weil der Eigentümer des geplanten Tatortes keiner Nutzung zugestimmt hatte. Nun aber wollen die braunen Gesellen das Konzert am 5. und 6. Oktober direkt auf dem Marktplatz von Apolda nachholen, schreibt die Thüringer Allgemeine.

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