Das Flugblatt

BARON VON FEDER: 14.10.2019
Freiheit hat es nie gegeben
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Tagesbemerkungen:15.10.2019
Die Anwendung drastischer Tu-Wörter
auf das Arbeitsamt…..WEITER

Tagesbemerkungen 07.09.2019
Mutmachen zum Mitmachen
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Tagesbemerkungen: 03.09.2019 Arbeitsamt
verbietet Brief und Telefon.. .WEITER
Tagesbemerkungen: 28.08.2019 Bundeswehr-
Sichtbarkeitskampagne. Heute: Patenbrigaden
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Redaktionsmitteilungen: 23.08.2019 Das Flugblatt
erhält ein neues Design….WEITER
Redaktionsmitteilungen: 14.10.2019 Miezerich ist
ermächtigt zu erklären …. WEITER
Zeitgeist: 31.08.2019 Warum man publizistische
Beliebigkeit erzeugt…..WEITER
Kulturbetriebliches: Mit leisen Tönen gegen
lautes Säbelrasseln..…WEITER

Baron von Feder
Gruppe 20: 13.10.2019 “Des Drachens grauer Atem”…. WEITER
Auf einen Blick ….WEITER

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TAGESBEMERKUNGEN 15.10.2019: Die Anwendung drastischer Tu-Wörter auf das Arbeitsamt

„Die Anwendung drastischer Tu-Wörter aufs Arbeitsamt“

Quelle: Eigensinn

Goethe liess ein beliebtes drastisches Tu-Wort lieber den Götz von Berlichingen sagen als selber mit der Anwedung für die Nachwelt zitierbar gemacht zu werden. Die Forderung ist bekannt und zählt zu den häufigsten genutzten Redewendungen der deutschen Sprache. Auf das Arbeitsamt fallen auch dem Frömmsten, dem es laut Friedrich Schiller nicht vergönnt ist, im Frieden zu leben, weil es den politischen Vorgebern der Ämter nicht gefällt, weitere sprachliche Anwendungen von Verben im Imperfekt ein. Zum Beispiel der Wunsch, die gerollten Elemente eines Greiforgans auf ein zur Nahrungsaufnahme und Sprechakte durchzuführen dienendes Organ eines Sachbearbeiters zu applizieren, wenn der zugrundeliegende Akt eine Schikane ist. Die Metamorphose des Gedankens zur Tat ist noch im Moment der Tat verständlich, aber schon nach Eintritt der Metamorphose als Fehler erkennbar. Goethe fand seinen Stellvertreter, der den Ball ins Tor schoß, den Goethe selbst nicht traf. Wen haben wir, und was tun wir dem Stellvertreter an, wenn der anstelle unserer Vernunft im Affekt handelt? Wir werden also keinen Stellvertreter finden, der unsere Affekte ausführt. Daher müssen wir unsere Affekte beherrschen, auch wenn wir dann der Strafverfolgung die Grundlage ihres Tätigwerdens ad obsoletum geführt haben, indem ihre Grundannahme von der Affektivität als Motiv strafbaren Handelns nicht mehr zutrifft, dann hat der Geist über die Gewalt gewonnen

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BARON VON FEDER: Freiheit hat es nie gegeben

BARON VON FEDER

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„Freiheit hat es nie gegeben“

Es gibt Zeiten, in denen sich Berichte über Hartz-Vier-Opfer häufen, den übles Unrecht geschieht. Die Schikanen sind unterschiedlich. Vergleicht man sie miteinander, gibt es Hart-Vier-Opfer mit Luxusproblemen, denen dur die Erstattung von Fahrgeld zu einem Vorstellungsgespräch streitig gemacht wird, weil in der Betreffzeile des Erstattungsantrags das Wort „Spesenabrechnung“ steht, und es gib Menschen, denen sogar das Geld für Insulin nicht gezahlt wird. Den Mordversuch durch Unterlassung notwendiger Hilfe schildert eine Göttinger Webseite. Wenn man den Fall erzählt, kommt die Frage auf: Wieso bekommt er die Medikamente nicht auch ohne Zuzahlung? Die Antwort bleibt offen und daneben steht die häßliche Erkenntnis, das man alle anderen nicht „sanktionieren“ im Sinne von bestrafen muss, wenn die gleiche Strafwirkung auch durch eine zum Teil nur ganz leicht verzögerte Erstattung einer Spesenabrechnung bewirkt werden kann. Sanktionieren hiess mal „zulassen, mi Billigung von Oben erlauben“. Andererseits sind Sanktionen Maßnahmen, die verhängt werden, also Gardinen, welche die Sicht auf etwas beziehungsweise den Durchblick erschweren. Das Arbeitsamt verhängt Saktionen über Hartz-Vier-Opfer, diue UNO verhängt Sanktionen über Staaten, und in der DDR war das Kabarett ein „staatlich sanktionierter politischer Witz“. Wenn es Freiheit also niemals gegeben hat, ist jede Freiheit immer anders definiert, charakterisiert oder gestaltet als man erwartet hatte. Die Befeiung vom Faschismus endete in der DDR in den Armen der Staatssicherheit. Die Befreiung vom Status Verfügungsmasse endet im Neoliberalismus unter den Füßen der Standortkommandantur des Arbeitsamtes.

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REDAKTIONSMITTEILUNGEN: “Miezerich ist ermächtigt zu erklären”

Monsieur Schnurr-Miezerich, Ausserordentliches und Bevollmächtigtes Maskottchen der Redaktion “Das Flugblatt”

ZUEIGNUNG

„Miezerich ist ermächtigt zu erklären“

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In Absprache mit Direktorin Baskenmütze ist Monsieur Miezerich, außerordentliches und bevollmächtigtes Maskottchen der Redaktion des Flugblattes, mit dem Beginn der Novemberausgabe 2019 beauftragt, die monatlichen Zueignungstexte für die Leserinnen und Leser des Flugblattes zu verfassen. Nach den neuesten statistischen Angaben tummeln sich derzeit jeden Monat etwa 2.000 Leser auf der Webseite „www.das-flugblatt.de“. Seien wir grosszügig und ziehen 50 Prozent Automatenzugriffe ab, bleiben immer noch 1000 Leser pro Monat, die die stolze Summe von 50 Cent einbrächten, würde die Besucheranzahl in Werbeeinnahmen umgerechnet. Aber für 50 Cent Stress zu machen stünde im Widerspruch zum Wesen von Monsieur Miezerich. Dies hebt

Monsieur Miezerich in seiner Antrittsrede hervor. er erklärte vor Direktion, Redaktion und dem musischen Kontrollrat, dessen Vorsitzende Obermusendirektorin Baskenmütze ist: „Wir werden solange Schnurren, bis anstehende Aufgaben wieder nach dem Grundsatz der gelassenen Bearbeitung gelöst werden können. Niemand soll verschlissen werden, wenn er sein Leben zu gestalten trachtet.“ Weiterhin hob das Ausserordentliche und Bevollmächtigte Maskottchen den samtigen Duft von Rosenblüten hervor. Gerade ihnen käme in der angespannten Zeit besondere Bedeutung zu. „das gilt fürs Regnen roter Rosen und den Geist der Menschlichkeit, der sich in einer weißen Rose offenbart“.

gegeben zu Weimar, im Oktober 2019

M.Schnurr-Miezerich, ausserordentliches und Bevollmächtiges Maskottchen des Flugblattes

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Gruppe 20: Des Drachens grauer Atem

„Des Drachens grauer Atem“

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Wo des Drachens grauer Atem
in Treppenhaus, Büros und Flur
strömt aus dem offnen weiten Rachen
hörte neulich er den Schwur:

Du kannst uns nur das Materielle nehmen
aber nie des Geistes hohes Streben
Du kannst dir bläulich grüne oder gelbe Flecken schämen
aber nie entwerten unser Leben.

Denn aus allem, auch dem Bösen
kann Gutes Gott entstehen lassen, und er will,
denn wenn wir ihm vertrauen und dich nicht hassen,
sind wir gefragt als Menschenwesen.

Streicht ihr das amtlich zugeteilte Geld total
dann helfen wir uns alle natural
was ihr als Strafe oder Qual erträumt
hat seine Wirkung glatt versäumt.

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TAGESBEMERKUNGEN 13.10.2019: “Wer einmal aus dem Blechnapf frisst”

„Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“

Quelle: Eigensinn

Hartz Vier wird oft mit Gefangenschaft verglichen. Wirkliche Gefangene stellen Filme und Bücher als Menschen in Sträflingskleidung dar. Sie essen nicht von Tellern, sondern bekommen zur Verrichtung des Speisebedürfnisse einen Blechnapf von der für sie zuständigen Anstalt- Auch die kürzeste Haft zeichnet einen Menschen fürs Leben, besonders wenn sie unschuldig sind oder durch widrige Umstände in Not getrieben wurden und daher strauchelten. Einmal sträfling, immer Sträfling, einemla Hartz Vier-Opfer.immer Hartz-Vier-Opfer. „wer einmal aus dem Blechnapf frisst“, ist daher Titel eines Romans von Hans Fallada, bei dem man heulen möchte über die „sachliche Grobheit“ der staatlich organisierten Gefangenenfürsorge und der vielleicht sogar ehrlich angestrebten Resozialisierungshilfe des Staates für Gefangene.

In der „Standortkommandantur“ der Arbeitsvermittlung Neustrelitz gegenüber der Bundespolizeischule ibt es Wandmalereien zum Thema Umschulung. statt des Witzes vom Hammerhai, der zum Sägfisch umgeschult wird, und dem Sägefisch, der zum Hammerhai umgeschult wird, gibt es auf der ersten Etage das Schattenbild eines Menschen mit einem Kochgeschirr. Das Bild wurde schon oft mit dem Fallada-Zitat „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ kommentiert.

Bitter, sachlich und grob.

Ihr aber, ich bitt Euch, wollte nicht in Zorn verfallen. Denn jede Kreatur braucht Hilf von Allen. Bert Brecht.

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TAGESBEMERKUNGEN: Nuhr noch zum Kopfschütteln

„Nuhr noch zum Kopfschütteln“

Quelle: Nuhr im Ersten vom 26.9.2019

Gute Witze sind unbezahlbar. Von Schlechten kann Dieter Nuhr gut leben. Der ehemalige Kabarettist hat sich am 26.9. in der Kabarettsendung Nuhr im Ersten in einem Urteil auf eine Beleidigungsklage von Renate Künast einen Freibrief gefunden, der ihm und seinen Gästen erlaubt, sich wohlig in der Fäkalsprache zu suhlen. Ziemlich wollüstig wiederholte Nuhr all die Schimpfworte, die der Richter als zumutbar für Renate Künast bezeichnet hatte – nein, wir setzen den Sachverhalt insoweit als bekannt voraus, dass wir hier nicht auch noch einmal darauf eingehen müssen.

Schade auch, dass ein herzhaft-kraftvolles Götz von Berlichingen durch diesen Sprachgebrauch gleich mit diskreditiert wird.

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REDAKTIONSMITTEILUNG: Das Flugblatt für Oktober ist fertig

Das Oktoberflugblatt ist ein Grund zur Freude für die Redaktion und die Leser hoffentlich auch. Denn diese Ausgabe ist ein Jubiläum. Am 22.Oktober 2009 ging diese Webseite online, und am 1. April 2010 kam das erste Flugblatt als PDF heraus. Wir sind bereit, weiter zu machen.

Hier kommt das neue Flugblatt:

http://hannesnagel.de/wp-content/uploads/2019/09/Das-Flugblatt-Nummer-145-01-10-2019-Kopie.pdf

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TAGESBEMERKUNGEN: Von Ursachen, Aha-Effekten und einer Lernausstellung

URSACHEN

Am 18. September verschüttete ein Reisender seinen Kaffee über die Hand, als er zur Bahn eilte. “Schmeckt er nicht?”, fragte ein anderer Reisender, der froh war, so früh am Morgen schon zu solchen Scherzen aufgelegt zu sein. Der Andere sagte: “Weiß nicht, hab ja nicht probieren können”.

“Heute ist aber auch alles schiefgegangen. Alles hektisch, die Hälfte vergessen, und Lust auf die Fahrt hab ich auch nicht. Viel zu weit. Aber muss ja. Manchmal möchte ich alles hinschmeißen können. Aber ich hab vier Kinder zu ernähren, da muss ich nach der Arbeit greifen, die meine Kinder bezahlt. Ich KÖNNTE alles hinschmeißen, Tu es aber nicht wegen der Kinder. Ich mach einen Scheißjob. Ich bin Programmierer. Die ganze Technik ödet mich an. Aber ich habs nun mal gelernt, und es wird bezahlt. “

DAHER also. Liebe gestresste User, überforderte Nutzer von Internet und Handy, liebe Alle, die ihr zum Bücherlesen nicht erst eine APP runterladen wollt, JETZT weiß ich, warum Druckertreiber zum Teil nur vom Fachmann installiert werden können, warum man für Windows Publisher eine extra Registrierung braucht, die nicht erkannt wird und daher nicht funktioniert : Weil es viele Programmierer gibt, die ihren Job hassen. Aber sie müssen ihn tun, um die Kinder zu versorgen.

AHA-EFFEKTE

In Erfurt vorm Hauptbahnhof war eine Art Volksfest, es hatte mit Kindertag zu tun. Jemand machte Seifenblasen, und ein Polizist hüpfte lachend in die Höhe, als wolle er Luftblasen erhaschen. “Hält fit”, sagte er . Leider wollte er sich nicht fotografieren lassen. Aber dennoch war die Situation friedlich. Der Eispanzer der Reserviertheit gegenüber Uniformen schwand. Und das st der Anfang des inneren Friedens.

LERNAUSSTELLUNG

Das Haus der Weimarer Republik gegenüber vom Nationaltheater Weimar beherbergte früher das Bauhausmuseum. Jetzt ist dort der Anfang zu einer aktiven Lernausstellung gemacht. Denn aus der Geschichte lernen ist nach Ansicht von Geschichtsberatern unvermeidlich, wenn man Dinge vermeiden will, die schon mal eine Demokratie zerstört hatten und anschließend noch Kultur und Geistesleben in Europa.

Haus der Weimarer Republik. Wenn der Anbau fertig ist, soll ein Dokumentationszentrum, Vortragsräume und Bildungsmöglichkeiten für alle hinzukommen
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FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES: “Mit leisen Tönen lautes Säbelrasseln stoppen”

FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES

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„Mit leisen Tönen lautes Säbelrasseln stoppen“

Wenn man auf Proportionalrelationen steht, könnten Krysztof Daletzkis Friedens-und Schöpfungslieder als „musikalische Punktsetzung” zu Claus von Wagner und Max Uthoffs ebenfalls punktgenauem Kabarett „Die Anstalt“ bezeichnet werden.

Gerade hat der Künstler eine CD mit 12 Liedern heraus gebracht und auch einen Zusammenschnitt auf der Internet-Plattform „youtube“ veröffentlicht. In der Zusammenfassung heißen die Titel „Ein Durakkord schiene mir Übermut“.

Zwei der Titel findet der Sänger besonders wichtig:

Ein Zusammenstellung von Kriegsanfangslügen

und dann eine satirische Analyse, sozusagen eine Analysatire, über die NATO-Zielvorgabe von zwei Prozent des Staatshaushalts für die Kosten des Säbelrasselns:

Die Lieder klingen, als wolle einer mit den Mitteln der Kunst den allgegenwärtigen Trommlern des Säbelrasselns den Marsch blasen.

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Tagesbemerkungen: 10.09.2019 Bahnsteigwartegespräch bei Zugverspätung

„Begriffe die dasselbe meinen“

Quelle: Bahnsteigwartegespräch bei Zugverspätung

Neulich kam der Zug nicht und das Gepäck war zu schwer, um nochmal auf einen Kaffee zurück ins Bahnhofsgebäude zu gehen. Entweder man blieb bei seinem Gepäck und bekam keinen Kaffee oder man ging weg von dem Fleck und dann wär der Koffer weg. Wenn man keinen Kaffee hat und ohne Kaffee auf sein Gepäck aufpassen muss, wird man redselig. Der andere auf dem Bahnsteig fing an.
„Scheisse mal wieder“, stellte er tiefsinnig fest.
„Da sagen Sie was“, antwortete ich höflich.
„Überall wird geklaut. Man kann seine Augen gar nicht überall haben.“

„Nee?“

„Nee.“

Kleine Pause. Dann er:

„Ich hab gestern zwei Krimis hinternander gesehen. Einen Bullenruf ausm Osten und dann eine Hamburger Serie von heute. Wissen Sie, was mir aufgefallen ist?“

„Nee. Was denn?“

„Im Osten hiess es Abschnittsbevollmächtigter und im heutigen Gesamtwesten heisst es Kontaktbereichsbeamter“

„Gesamtwesten? Wo kommt denn den DAS Wort her?“

„Weiß ich nich. Hab ich mal gehört.“
„Samtwesten kenn ich. Is was für ganz feine Herren.“
„So dürften wir uns heute beide nicht fühlen.“
„Wirklich feine Herren strahlen Feinheit auch noch dann aus, wenn sie bis zum Hals im Dreck stehen.“
„Das ist gut. Den merk ich mir fürs Arbeitsamt.“

„Mir ist übrigens auch ein Begriffspaar aufgefallen: Agitation und Motivation.“
„Oder Propaganda und Kommunikation“
„Was war nun ehrlicher?“

„Wie Ehrlichkeit? Glauben Sie, irgendwo ist noch Ehrlichkeit?“

„Achtung Reisende, der verspätete Zug hat Einfahrt auf Gleis 12“

„DAS zumindest scheint zu stimmen.“

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