GRUPPE 20: Trumpiade (falls die Zeit nicht mehr reicht)

Trumpiade

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Ich find es gut so bös zu sein

hinterhältig, fies, gemein,

und jeden andern Bösewicht

betrachte ich als Mist-Gezücht

 

Gern wär ich Gott und gäb mir Krone

davon würde ich von meinem Throne

mein Handeln ex cathedra legitieren

und Putin könnt ich disziplieren.

 

Ich bin der Mann, der nur mit smartem

Grinsen läßt Raketen starten

die welt ist gegen mich viel dümmer

die sieht mein Amtsversagen nimmer.

 

Wenn ich auch gern dem Herrn aus Braunau

jede Herrschaftssichernde Idee klau

fände eines ich dennoch blöd:

dass Freiheit mir Paroli böt.

 

Freiheit ist, was ich draus mache.

ich bestimm, wer weine, lache.

Wo anderes auch Freiheit will

verdient es Terroristen-Kill.

 

Da seufzt der Herr und sagtg OH ICH

wie ist der Dummkopf fürchterlich.

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GRUPPE 20: Scheiterhaufen und Freiheitsflammen

In einem Roman von Alexej Tolstoi über Peter den Ersten wird ein Mann auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Als Brennmaterial dienen neben Holz ausgereichnet auch noch all die Schriften des Mannes, die an der Macht der Bojaren soviel Kritik vortrugen, dass sich Angst im Adel vor dem geistigen Gehalt der Worte breit machte.

Scheiterhaufen und Freiheitsflammen

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In einem Buch von Tolstoi steht

wie es einem Mann ergeht

dessen Denken, Geist und Streben

bekritikte das Herrschaftsleben.

 

während dem kams , das die Armen

jammerten zum Gotterbarmen

und dann, als von dem Mann sie hörten

sich teils bewaffnet auch empörten.

 

Und den Reichen war es bange

vor dem Tag, da man sie fange

und per Armutstribunal

verdamme sie zur Höllenqual

 

Darum fingen sie den Denker

und machten sich zu seinem Henker

in dem den Denker sie verbrannten

wie sies vom Mittelalter kannten.

 

Und aus den Seiten seiner Werke

bezog das Feuer neue Stärke

Jedoch die Freiheitsflamme brennt

weil man sie gar nicht anders kennt.

 

Denn die Kritik am Herrscherleben,

dieselbe bleibt berechtigt eben.

 

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REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt Für April 2018 ist fertig

Liebe Leserinnen, liebe leser, „Das Flugblatt“ für April 2018 ist fertig. Neulich wollt uns jemand mitteilen, dass das Flugblatt keine Menschlichkeit mehr zum Inhalt hat . Das hat uns nicht so gut gefallen wie dem Mitteiler seine Mitteilung selbst, aber er kann uns ja gerne mitteilen, wenn das Plätschern seiner Nebennierenrinde aufhört.

Das Flugblatt 126-01-04-2018 neues Layout

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FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES: Das zankende Dorf

FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES

„Das zankende Dorf“

 Neulich stritten sich in einem Dorf der Sattler und der Schuster über den richtigen Umgang mit fremdländischen Lederwaren. Einer sagte, für gutes Leder müsse es ein Reinheitsgebot geben. Der andere meinte, auch ein Patchworkmantel könne am Ende von hervorragender Qualität sein. Die beiden Fachleute stritten sich ausgerechnet im Dorfkrug, wo einige Herren gerade die Frauen ihres Betriebes mittels einer Frauentagsfeier ehrten. Der Saal war also voller Gäste. Manche fanden, der Sattler habe recht, andere fanden, der Schuster sei es. aber dem Schuster wurde der alleinige Skandal an der Geschichte zugeordnet. Denn er hätte doch wissen müssen, dass die Position der Gemeindeverwaltung gerade darum ging, die Wirtschaftlichkeit der Kürschnerei auch unter Ausnutzung von Leistungen der Billigarbeiter zu stärken. Und was schert es schließlich den Fuchs, ob ihm das Fell für 30 Cent pro Stunde oder 8 Euro fuffzich pro Stunde über die Ohren gezogen wird. Ganz nebenbei ging es um das Thema des Meinungssagens. „Wie frei sind wir mit unseren Meinungen“ hieß es. In der Hauptsache ging es darum, dass die Anhänger vom Schuster und die vom Sattler nun ihrerseits beinahe mit den Händen und Fäusten aufeinander losgingen, mit denen sie sonst ihr Tagwerk verrichteten. Die Sattlerfraktion wollte ihrs sagen, die Schusterfraktion ihrs, und wenn die Medien keinen Skandal hätten an einem in der ganzen versalzenen Suppe schwimmenden Haar herbei ziehen können, dann wäre es am Ende eben doch nur ein Meinungsaustausch geblieben, der dem publikum erlaubt hätte, den Sattler, den Schuster oder beide doof zu finden. Das wäre immerhin eine Erkenntnis gewesen.

In Dresden sagte der Schriftsteller Uwe Tellkamp etwas Rechtes und der Schriftsteller Durs Grünbein etwas dagegen. Das entspricht insoweit dem Wesen der Meinungsäußerung. Einer sagt etwas und der andere auch. Beide Äußerungen müssen nicht übereinstimmen. Würden sie es, gäbe es ja auch keine Meinungsvielfalt. Ich betone noch mal: MeinungsVIELFALT. Beim Schuster und beim Sattler übernahmen die Fans die Weitertragung der Streitflamme.  Bei den Autoren taten es Verlage und Medien. Sie wussten nicht, ob man sich von einer Meinung distanzieren muss, wenn sie einem missfällt. Das Recht auf Meinungsäußerung beinhaltet nicht die Pflicht zur Meinungsäußerung an die Vorgaben des Grundgesetzartikels 5, Absatz 1 bis 3 zu halten:

 „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Die Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetz, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung“

Und doch möchte man irgendwie nicht, dass einem f so jemand die Verfassung als Korrekturbemühung vorhält, der es sonst mit der Verfassung nicht so genau nimmt. 1993 hielt mal ein Herr Heitmann von der CDU eine Rede, mit der er gerne Budespräsident geworden wäre. Man brauchte den gar nicht zu bekämpfen. Man musste nur abwarten, bis er sich selbst widersprechen würde. Na also bitte: man soll nicht immer gleich lauter schreien als der Skandal groß ist. Manchmal genügt ein entspanntes abwarten.

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FEUILLETON-REZENSION: und am Dornbusch fällt ein Schuß

Rezension „und am Dornbusch fällt ein Schuß“

„Es könnte schön sein in Zingst und Barth“

 Der Schuss, der den Klimaforscher Volker Flosbach auf der Insel Hiddensee tötete, hätte auch in Zingst abgegeben worden sein können. Sowohl die Sandbank als auch die Insel sind den Kräften des Windes und des Meeres völlig ausgeliefert, und wenn man das Zusammenwirken wenn Mensch und Natur verantwortungsvoll gestaltet, kann man den Siedlungen der Sandbank und der Insel einen langlebigen Hochwasserschutz gewähren. Aber der Klimaforscher war damit aufgefallen, dass er den Ortschaften Zingst und Barth ein baldiges Schicksal wie das Los der legendären Stadt Vineta prophezeite. Wenn man Bauboom von Zingst, Vinetas für den Untergang maßgebliche Geschäftsgebahren und die Wahrscheinlichkeit der prognostizierten strafenden Folge des Versinkens im Meer Anfang der 90er Jahr in Zingst öffentlich erwähnte, konnte man sicher sein, bald einer großen Anzahl von Unternehmern auf die Zehen getreten zu haben. Darum zog sich der Klimaforscher des Krimis zuerst den Groll von Vielen und dann die Mordtat von Einem zu. Im Krimi wird der Bauboom als „Kulturretorte“ bezeichnet; vorsichtshalber von einem Akteur der Handlung und nicht von dem Autor. Den Fall soll eine Kommissarin aus Barth übernehmen, die sich sonst nur um Vermisste und aufgebrochene Autos kümmert. Sie jubelt, weil sie endlich weg aus Barth kommt, Zingst kommt im Weiteren auch nicht gut weg. Weiterhin ermittelt ein Privatdetektiv, der die ganze Zeit überlegt, ob er für sich und seine Freundin ein Haus in Zingst kaufen soll. Die negative Wertung ändert sich erst indirekt zum Ende der Handlung, als die, Komissarin in Schmach und Schande nach Barth zurück versetzt wird und eine gemessen an dem vom Autor verbreiteten Ruf der Stadt erstaunliche Kollegialität erlebt. Der Privatdetektiv kauft dann doch das Haus, denn schließlich: Was kann denn das Land dafür, was für komische Leute dort leben? Die Kommissarin wird, weil sie in Barth weder fachlich und im Dienstrang etwas werden kann, zur Weiterbildung ans BKA kommandiert. Ansonsten ist Burkhard Wetekamps zweiter Ostseekrimi lesbarer und solide gearbeiteter Krimi mit einer dezenten Beimischung von Humor. Manchmal aber weckt er den Eindruck, als wüsste der Autor viel mehr über die reale Seite der Immobilienkriminalität denn über die fiktionale Seite der Immobilienkriminalität zwischen Sandbank und Ostseeinsel. Es könnte schön sein in Zingst und Barth.

(Burkhard Wetekamp, „und am Dornbusch fällt ein Schuss“, Hinstorff-Verlag, Rostock 2018)

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Veranstaltungsplan Das Gretzo

2018 Veranstaltungen

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LESERMITTEILUNGEN: Das Gretzo hat das Wort

Sehr geehrte Damen und Herren,

die angehängten Veranstaltungen sollten Urlauber und einheimische Familien in den Kalendern haben. Das Gretzo und ich würden uns freuen, wenn Sie den Menschen da draußen von ihnen erzählen.

Für Fragen stehe ich Ihnen Gern zur Verfügung.

Hier schon mal das Programm:

Monat Tag Uhrzeit Was Wo
März
  07.03 Ganztägig Das Gretzo in der KiTa Integrative KiTa Rostock
  14.03. 14:00 Vorbesprechung Kindermusical Dörphus Dierhagen
  28.03. 15:00 Das Gretzo will wissen, was Ostern ist Haus des Gastes, Ostseebad Dierhagen
 
April Musical-Proben
 
Mai
  09.05. 10:00 Gretzo-Show Max-Hünten-Haus
  Musical-Proben
 
Juni
  01.06. Gretzo-Show KiTa Nienhagen
  02.06 14:00 Gretzo-Musical Hafen, Dierhagen
  28.06 11:00 Gretzo-Show Kulturscheune, Dändorf
  30.06 10-18:00 Animation Hafen, Wustrow auf dem Fischland
 
Juli
  04.07. 16:00 Gretzo-Show Waldbühne, Ostseebad Dierhagen
  24.07 11:00 Gretzo-Show Theater, Barth
  28.07 10-18:00 Animation Hafen, Wustrow auf dem Fischland
 
August
  01.08. 10-18:00 Animation Erlebnisräucherei, Ostseebad Rerik
  07.08. 11:00 Gretzo-Show Theater, Barth
  26.08. 10-18:00 Animation Seebrücke, Wustrow auf dem Fischland
 
September
  12.09. 16:00 Gretzo-Show Waldbühne, Ostseebad Dierhagen
 
Oktober
  31.10. 17:00 „Refoween“-Event Geschichtshaus Dändorf
 
November
Dezember 02.12. 15:00 Weihnachtsgala Theater, Barth
  03.12. 10:30 Weihnachtsprogramm Theater, Barth
 
 

Es können sich unvorhergesehen Änderungen ergeben. Stand: 05.März

 

Mit freundlichen Grüßen auch vom Gretzo,

Ihr Lars Engelbrecht,

Kinderbuchautor

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GRUPPE 20: Die Mode

Die Mode

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Die Reichen warn im Mittelalter

zum Teil nur Garderobenhalter,

und sie hielten ziemlich viel

von Status und von Lebensstil

 

sowie den Pflichten ihres Standes

fürs Wohl und auch beim Weh des Landes.

Oft man sah dem Träger an,

was er zum Wohl der Stadt denn kann.

 

Und wenn er es dann nicht mehr brachte,

gabs einen Tritt, so dass es krachte.

Und er flog aus seinem Amt

da half Geschmeide nicht und auch kein Samt.

 

Weit entfernt vom Mittelalter

gibt es heute Modenhalter,

die lieben Status sowie Stil

jedoch von Pflichten nicht so viel.

 

Und keiner gibt den Pflichtvergessnen,

von Status, Macht und Geld Besessnen,

einen Tritt ins Arschgesicht,

das tuen Demokraten nicht.

 

Vorschlag:

Bevor man einen rein ins Amt hievt,

wärs sinnvoll, dass man sein Talent prüft,

damit die übernommenen Pflichten

er treu dem Amtseid kann verrichten.

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REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt Nummer 125 für März 2018 ist fertig

Liebe Leserinnen, Liebe Leser, das Flugblatt für März ist fertig

Hier ist es: Das Flugblatt 125-01-02-2018 neues Layout

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GRUPPE 20: Fressgier

Fressgier*

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Nicht nur bis gestern, nein, bis heut

wird den Menschen eingebläut

dass fressen und gefressen werden

ist das Bestandsprinzip auf Erden

 

Dass Leben heut noch möglich ist,

läg daran, dass der Starke frißt.

Der Starke rülpst und grunzt beleibt

wenn nichts vom Schwachen übrig bleibt.

 

„Die NATO ist ein Vegetarier“

sprach der deutsche Parlamentarier,

der als Chef im Aussenamte

im Fundus seiner Bildung kramte.

 

„Sie muss mal Fleisch zu Fressen haben

sonst kann sich nicht die Wirtschaft laben.“

So macht man aus der Demokratie

ein blutrauschtriefend Mördervieh.

 

*Fressgier ist eine Todsünde

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