-
Jüngste Beiträge
Kategorien
Archiv
Seiten
Meta
DasFoto
Veröffentlicht unter Uncategorized
Kommentare deaktiviert für DasFoto
REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Neuanmeldung bei Newsletter erforderlich
Liebe Leserinnen, liebe Leser, im Zuge des Umbaus von „Das Flugblatt“ ist es nötig, erneut eine Zustimmung für den Bezug des PDF-Flugblattes zu geben. Auf der Webseite oben per Klick auf den Button Newsletter bittet die Redaktion um Eingabe und Bestätigung der beziehenden Emailadresse und des Namens des Beziehers. Die veraltete Mailingliste verschwindet dann daten-und spurlos.
Beste Grüße
Hannes Nagel
Veröffentlicht unter Uncategorized
Kommentare deaktiviert für REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Neuanmeldung bei Newsletter erforderlich
Redaktionsmitteilungen: Das Flugblatt für Februar 2021 ist fertig
Liebe Leserinnen, liebe Leser, anbei erhalten Sie das Flugblatt für Februar 2021
Viel Spaß beim Lesen.
Es gibt folgende Neuigkeit: Die im Downloadbereich verfügbaren Beiträge können Sie sich frei herunter laden. Ich habe keine Gewinnerzielungabsicht. Ich will Sie aber auch nicht daran hindern, meine Arbeit mit ein paar Spenden zu unterstützen. Wobei Spenden auch Bürobedarf nach Absprache oder ein “Fresspaket” sein können – echtes Geld verschmähe ich aber auch nicht, bloß nicht allzu viel.
Veröffentlicht unter Redaktionsmitteilungen
Kommentare deaktiviert für Redaktionsmitteilungen: Das Flugblatt für Februar 2021 ist fertig
REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Der Ausbau der Downloadbereiche erfolgt
Liebe Leserinnen, liebe Leser, derzeit erfolgt der Ausbau der Downloadbereiche. Das kann unter Umständen zur Nichterreichbarkeit einer Seite führen, bis alles wieder reibungslos läuft.
Dennoch viel Freude beim Lesen
Hannes Nagel
Veröffentlicht unter Uncategorized
Kommentare deaktiviert für REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Der Ausbau der Downloadbereiche erfolgt
FEUILLETON-REZENSION: Auch im Osten trägt man Westen
FEUILLETON-REZENSION – Auch im Osten trägt man Westen
=====================
„Auch im Osten trägt man Westen“
Dies ist ein Buch aus dem Hirnkost-Verlag Berlin. Seine Kernaussage ist die, dass es in der DDR Punks gab – was nach eigener Beobachtung zutreffend ist – und die bei den Behörden nicht gern gesehen waren. Zum Teil darf man sagen: Kleidung, Frisur und gesellschaftliche Engagement wirkten auf die Behörden wie das sprichwörtliche rote Tuch auf einen Stier. Eine bürgerlich-spießige Gesellschaft musste sich durch Punkauftritte planmäßig provoziert fühlen. Dabei wusste nie einer so recht zu sagen, worin der Sinn der Provokation bestand.
Da machten sich junge Leute stundenlang häßlich mit zerissenen Jeans und strähnig-struppigem Haar, welches gefärbt war wie eine Malerpalette im Schaffensrausch – und dann fand einen keiner attraktiv. Wenn Punks mal etwas Intelligentes sagten, dann sagten sie so etwas wie : „Man sieht sich, man trifft sich, man sagt sich guten Tag“. Diese Begrüßung klingt tatsächlich viel gebildeter als das ganz und gar nicht freundschaftlich gemeinte „Freundschaft, Jugendfreund“, welches die Anderen auf den Lippen führten – die mit den ordentlichen Haaren und der adretten Kleidung.
Über diesen Themenbogen veröffentlichten Gilbert Furian und Nikolaus Becker schon 2018 das Buch „Auch im Osten trägt man Westen“. Westen sind teils praktische. teils elegante Kleidungsstücke. Es gibt sie sogar in berufsgruppenspezifischer Ausführung. Im Journalismus gibt es Westen für Kriegsreporter und Westen für Feuilletonisten. Kugelsichere Westen gibt es für Schusswaffen-Wirkungskenner, und auch bei Kellnern und Gigolos sind Westen beliebte Kleidungsstücke. Das ist ein sehr weites Feld von peotentiellen Westenträgern.
Allerdings kommt das beliebte Kleidungsstück, welches oft gerne mit Taschenühren an einer güldenen oder silbernen Kette kombiniert wurde, nur im Titel des Buches vor. Warum wohl dieses? Weil es den Autoren nur um das Wortspiel mit Osten und Westen geht? Im Grunde geht es darum, dass dokumentarische Interviews mit den Punks die Entstehung der Punkkultur aus der Gesellschaft heraus erklären. Das ist normal für eine vielseitige Gesellschaft, dass sie vielseitige Kulturen hervorbringt und sich gegen „gesellschaftliche Monokultur wehrt. Wer aber Monokultur favorisiert, läßt eine mißtrauische Truppe gegen die individualistische Vielfalt vorgehen.
In so einer speziellen Situation gerieten die Autoren des Buches beim Dokumentieren ihrer Zielgruppe selber ins Visier der „Fürsorglichen Obhutbarkeit“. Lebendige Sprache zeichnen es aus. der Ort-Zeit-Focus belibt auf Ostberlin 1985 gerichtet. 1985 fand man an manchen ostberliner Kneipenklotüren Sprüche wie diesen hier: „Mein Zweifel lässt sich schlecht verhehlen / Ich seh so viele Prallelel / Ich hab gerpüft, gesucht und sah:/ Es war alles schon mal da“ Wer weiß, ob man da nicht unwissentlich Autoren oder Protagonisten übern Weg gelaufen ist. Kann man nicht wissen. Immerhin kann man wissen, dass es ein Ähnliches Buch cermutlich aus dem Jahr 1987 gibt. Es ist von Daniela Dahn geschrieben und handelt in und über den Prenzlauer Berg 1987. Es wird aber nicht Dokumentation genannt, sondern Reportage
(Gilbert Furian, Nikolaus Becker, „Auch im Osten trägt man Westen“, Hirnkost-Verlag, Berlin 2018)
Veröffentlicht unter Feuilleton-Rezension
Verschlagwortet mit Daniela dahn, Gilbert Furian, Hirnkost, Osten, Prenzlauer Berg, Punks, Westen
Kommentare deaktiviert für FEUILLETON-REZENSION: Auch im Osten trägt man Westen
REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für Januar 2021 ist fertig
Schönes Neues Jahr, liebe Leserinnen und liebe Leser, hier kommt das Januar Flugblatt für 2021. Wir arbeiten gerade daran, die bisherigen Ausgaben ein wenig multimedial aufgepeppt als E-Book gegen Spenden anzubieten. Möge es uns allen gelingen.
Hier ist erstmal der Link zum Januarflugblatt:
Veröffentlicht unter Redaktionsmitteilungen
Verschlagwortet mit Das Flugblatt Januar 2021, Hannes Nagel, Musenverlag
Kommentare deaktiviert für REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für Januar 2021 ist fertig
REDAKTIONSMITTELUNGEN: Ein gutes 2021
Seit Jahren hält sich das Gerücht
das es dies Jahr besser wücht,
mit Wirtschaft, Arbeit, Lohn und Brot
und dem Ende aller Not
Es wücht ja überall die Sage
erzählt, dass jede große Plage
die letzte ihrer Art sein muss
und nächstes Jahr ist damit Schluss
Und dies Jahr, Freunde, kommt die Wende
das Abwärtstaumeln hat ein Ende
dies Jahr, Freunde, das ist klar,
wird Arbeit oder gleich der Wohlstand wahr.
Veröffentlicht unter Redaktionsmitteilungen
Verschlagwortet mit abwärtstaumeln, Arbeit, Neujahrsgedicht, Wohlstand
Kommentare deaktiviert für REDAKTIONSMITTELUNGEN: Ein gutes 2021
FEUILLETON-REZENSION: Trotzdem
FEUILLETON-REZENSION
=====================
„Trotzdem“
Der Verlag heißt Luchterhand, und das Buch von Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge ist dem Impressum nach bereits als sechste Auflage erschienen, obwohl es erst im März 2020 fertig geworden sein soll. Corona soll den Wortlaut überrrollt haben wie ein nasser Schwamm die Kreidedarstellungen auf einer herkömmlichen Schultafel. Wenn man dann auf diesem nassen Grund einen neuen Text mit Kreide verfasst, braucht man sich nicht über den Grad der Sichtbarkeit des Tafelbildes zu wundern.
Ziemlich schnell entstanden.
Herr Ferdinand von Schirach und Herr Alexander Kluge wollten sich persönlich zu einem Dialog treffen, in welchem sie sich über den Zustand der Gegenwart austauschen wollten und warum die ganze Welt dümmer sein kann als zwei Herren, die sich gedanklich austauschen. Das persönliche Treffen kam nicht zustande, weil persönliche Treffen wegen Corona nicht möglich waren. Wegen des technischen Fortschritts aber konnten die beiden Herren ihren geplanten Dialog mit einem Instant-Messaging-programm führen. Da hatte zumindest den Vorteil, dass der Text mit seiner Verkündung auch gleich transkribiert war. Dennoch wundern sich die beiden Disputanten über ihre Intelligenz. Wie kann das sein, das zwei zugegeben belesene Herren zu einem weitestgehend noch informationslosen Lagezustand mit einer unerforschten Seuche oder Pandemie oder einer globalen Krise einigermaßen klug diskutieren konnten? Alle anderen haben wild drauflos spekuliert, wie die Boulevard-Rüpel, die mit zehn Mikrofonen einen völlig überforderten Angehörigen eines Menschen aus einem Opfer-Täter-Beziehungsgeflecht überfallen? Sie reden alle durcheinander, nicht einmal ihresgleichen lassen sie ausreden. Das sieht schematisch wie ein Gleichungssystem aus:
| Ihr Mann soll | Schwarzgeld gewaschen haben Kinderpornos vertreiben Zum Rotlicht gehören ein Millionenbetrüger sein | Was sagen Sie dazu? | |
Kein Kritiker lässt an einem andern ein gutes Haar
In so einer Situation kann niemand alle gestellten Fragen beantwortten – und die Fragesteller wollen auch gar keine Antworten hören. Ihnen genügt zur Stimmungserzeugung ein Schweigen, auf das sie schreiben können: „Was hat die Ehefrau zu verbergen, wenn sie auf ganz einfache Fragen der Öffentlichkeit schweigt?“
Auf vergleichbare Art nehmen auch verschieden geäußerte Meinungen keinen Bezug aufeinander. Wo es auf Sensation ankommt zählen Behauptungen. Es geht um Behauptungen, die auf Social Media-Kanälen ihren publizistisch verfolgbaren Quellort hatten. Wenn sich Zweifel ergeben, wird der Meinung das Attribut „wissenschaftlich“ angehängt. Unantastbar ist das Dogma, fertig mit der Welt und mit dem Wunsche zu verstehen ist die Öffentlichkeit – und freie Bahn hat fortan jegliche Behauptung. Bis jemand kommt und untersucht das Netz, an dessen Knoten die Behauptungen zusammenhängen.
Herrn Kluge fällt das leicht. Er ist durch die permanente Übung seiner bisherigen Täigkeit in der Lage, zumindest die Möglichkeit eines jeglichen Zusammenhanges anzunehmen und dann mit Fantasie auszuschmücken. Man muss seine Art nur kennen, um ihn nicht falsch zu verstehen. Meinungen zum Thema Corona nehmen sich da selbst viel zu ernst. Aber wie selten zuvor gilt: Man muss auch mal die andere Seite hören. Am Besten abwechselnd im Wechselspiel von Ausspruch und Widerspruch.
Diese Wechselspiel exerzieren Kluge und von Schirach ganz ausgezeichnet.
Schirach: „Scheußlich, was wir gerade für Worte lernen. Herdenimmunität, Durchseuchung. Wir wollen also in München auf dem Marienplatz dagegen demonstrieren.“
Seite 13
Kluge: „Das könnten wir nicht. Wir könnten versuchen, zu behaupten, wir wären verwandt. Geistesverwandt sozusagen“
Seite 14
Gemeinsames Fazit: Es dürfte schwer fallen, erstens den Behörden gegenüber eine Geistesverwandschaft zu behaupten und dann die zulässiger Kontakte wie bei familiären Verwandschaften erfogreich geltend zu machen.
Das zweitschönste Wechselspiel-Beispiel ist die vergleichende Darstellung der Möglichkeiten die Juristen haben die Politiker haben und die fachwissenschaftler wie zum Beispiel Virologen haben.
Die Verfassungsrechtler sagen: Das gewählte Mittel der Grundrechtebeschränkung ist erforderlich, wenn es keine mildere Maßnahme mit dem gleichen Nutzen gibt.
Virologen sind sich selbst uneins: Denn erstmal müssen sie forschen und ihre Theorien durch weitere Forschungen widerlegen lassen.
Die Politik sagt: Dann müssen wir den Erfolg von Beschränkungen ausprobieren.
Und die Populisten geifern: Sieh Volk, deine Regierung weiß nicht was sie tun soll, sie macht nur Aktionismus, das bringt nicht, daher muss sie weg.
(Das eine weg-gebrachte Regierung noch weniger ausrichtet als eine die durch Versuch und Irrtum eine Lösung für alle zu finden, begreifen Populisten wohl nie)
Es ist ganz wohltuend, unaufgeregte Debattenprotokolle ala Schirach-Kluge zu lesen.
(Ferdinand von Schirach/Alexander Kluge: „Trotzdem“, Luchterhand, München 2020)
Veröffentlicht unter Feuilleton-Rezension
Verschlagwortet mit alexander Kluge, ferdinand von schirach, Flugblatt, januar 2021
Kommentare deaktiviert für FEUILLETON-REZENSION: Trotzdem
REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für Dezember 2020 ist fertig
Liebe Leserinnen, liebe Leser, das Flugblatt für Dezember 2020 ist fertig. Jetzt ist etwas Urlaub erforderlich – bisher hatte ich im Jahre 2020 keinen einzigen freien Tag. War ja auch viel los, wenn man so will. Ab Januar sollen die gesammelten Ausgaben des Flugblattes ab Jahrgang 2015 via Herunterladens gegen eine Spende ab 2,00 Euro verfügbar sein.
Beste Grüße
Hannes Nagel
Veröffentlicht unter Uncategorized
Kommentare deaktiviert für REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für Dezember 2020 ist fertig