Redaktionsmitteilungen: Das Flugblatt Nummer 76 für den Ersten Februar ist da

Liebe Leserinnen, liebe Leser, „Das Flugblatt“ für Februar ist fertig. Für ganz ungeduldige kommt hier schon mal der Link:

Das Flugblatt Nummer 76 01-Februar-2014 –

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Lesermitteilungen: „Aufruf zu einem Europäischen Frühling“

von: „Hinter den Schlagzeilen“

Aufruf zu einem Europäischen Frühling

Krokus2Es wird Zeit für eine Große Außer-parlamentarische Opposition (GrAPO). Als Reaktion auf die gefährliche Macht-konzentration in den Händen eines neoliberalen Kartells aus Union, SPD und Wirtschaft hat Konstantin Wecker neben anderen Initiatoren diesen Aufruf verfasst. Wer mit ihm im Wesentlichen übereinstimmt und ihn gern unterschreiben möchte, wende sich bitte per Mail an den Mitverfasser Michael Vilsmeier: hamcha@hamcha.de.

Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD basiert auf einem Wortbruch. Der Politikwechsel wurde verhindert, das Versprechen der SPD-Führung, Angela Merkel als Kanzlerin abzulösen, erwies sich als Wahlbetrug. Das neoliberale Bündnis aus Union, SPD und Wirtschaft spaltet und polarisiert die Gesellschaft. Die Marktwirtschaf werden 16 Millionen Arme und Ausgegrenzte gezählt. Union und SPD verharmlosen diese Realität als Missstand. Im Koalitionsvertrag verweisen sie auf wirtschaftliche Rahmendaten, die eine heile Welt suggerieren. Doch die scheinbaren Erfolge neoliberaler Politik unter Schröder und Merkel stehen in krassem Gegensatz zur Demontage der Sozialsysteme. Der Zusammenhang zwischen exorbitant wachsendem Reichtum Weniger und grassierender Armut wird geleugnet. „Weiter so!“ ist die Devise der Großen Koalition. – Wachstum um jeden Preis ist das erklärte Ziel, ihm werden Mensch und Natur in allen Politikfeldern untergeordnet.

Die Große Koalition will, ungeachtet der NSA-Affäre, Polizei, Geheimdienste und Verfassungsschutz mit den neuesten Technologien der Sicherheits- und Informationstechnik ausstatten und auf europäischer und euroatlantischer Ebene verknüpfen. Der Koalitionsvertrag sieht den Wandel der Bundeswehr von der Verteidigungsarmee zur „Armee im Einsatz“ für „Frieden und Freiheit weltweit“ vor. Die Einführung einer „neuen Generation von Waffensystemen“, die „über Aufklärung hinaus weitergehende Kampffähigkeiten besitzen“, ist Kernstück dieser Neuausrichtung. Im Rahmen der Rüstungskooperation innerhalb der EU und in der NATO sind der Erhalt und die Weiterentwicklung der Rüstungsindustrien vorgesehen. Cybersysteme erfordern, wie in den USA bereits üblich, die Übertragung militärischer Aufgaben an privatwirtschaftliche Unternehmen der IT-Branche. Unter Federführung der Europäischen Verteidigungsagentur stellen sie künftig Personendaten, geografische Daten und technische Infrastrukturen für den Einsatz von Drohnen und Kampfrobotern. Die neuen Waffensysteme senken die Schwelle zum Einsatz militärischer Gewalt.

Eine Wende ist notwendig! – Der Finanzsektor muss reguliert werden. Die Geheimverhandlungen um das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA müssen der Kontrolle des Europäischen Parlaments unterworfen werden. Die Energiewende darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Rente und Pflege müssen in menschenwürdiger Höhe gesichert werden, wir brauchen die Bürgerversicherung. Die Steuerlasten müssen zugunsten der Gering- und Durchschnittsverdiener neu verteilt werden. Die Korruption muss effektiv bekämpft werden. Mindestlöhne müssen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Hartz IV muss durch ein Bürgergeld ersetzt werden, das zweifelsfrei das menschenwürdige Existenzmininum zu sichern vermag. Die Arbeitszeit muss gesenkt werden. Die Geheimdienste müssen kontrolliert werden. Der Verfassungsschutz darf nicht Staat im Staate bleiben. Die Bundeswehr hat im Ausland nichts zu suchen. Wir fordern ein Ende aller Auslandseinsätze. Die Rüstungsindustrie muss zurückgefahren werden, statt sie weiter auszubauen. Der Besuch von Schulen und Universitäten darf nicht nur nichts kosten, er muss auch durch ausreichendes BAföG jenen ermöglicht werden, die ihn sich sonst nicht leisten können. Wir wollen ein starkes demokratisches Europa und das Zurückdrängen nationalistischer Bestrebungen.

Die Große Koalition aus Union und SPD regiert mit einer Mehrheit von 80 % der Stimmen im Deutschen Bundestag. Das Fehlen einer starken parlamentarischen Opposition erhöht die Gefahr unkontrollierter Machtentfaltung. Da uns die Zukunft nicht gleichgültig ist, rufen wir dazu auf, dem neoliberalen Bündnis aus Union, SPD und Wirtschaft eine zivile Gegenmacht entgegenzusetzen. Es ist Zeit für einen Europäischen Frühling, Zeit für eine Große Außerparlamentarische Opposition! Wir wollen mehr als 100.000 Unterschriften unter diesem Aufruf versammeln. Aber wir wollen nicht nur die bloße Zustimmung. Wir brauchen konkretes Handeln: Ein konstituierender Kongress soll schnell nach Erreichen der 100.000 Unterschriften in Berlin stattfinden. Mit einer Kundgebung soll dem Protest gegen die Agenda der Großen Koalition vor dem Reichstag Ausdruck verliehen werden. Wir wissen, dass es damit nicht getan sein darf. Die Straßen und Plätze, die sichtbare, hörbare Opposition wird sich immer wieder zu kreativem Protest für die Verteidigung sozialer Sicherheit, individueller Freiheit und Frieden zusammenfinden müssen.

Wir bitten Sie, Ihre Unterschrift unter diesen Aufruf zu setzen und diesen im Internet und den Ihnen zugänglichen Medien zu verbreiten!

Autoren des Aufrufs:

Heinz Michael Vilsmeier, Publizist, Deggendorf

Leander Sukov, Schriftsteller, Berlin

Konstantin Wecker, Liedermacher, München

Holdger Platta, Autor, Suderhausen

Prinz Chaos II., Liedermacher, Weitersroda

Erstunterzeichner (Stand 16.01.14 – 19:00 Uhr):

Reinhold Alsheimer Musiker, München

Simone Barrientos Verlegerin, Berlin

Chriss Bass Musiker, Bonn

Roberto J. De Lapuente Autor, Heppenheim

Michi Dietmayr Musikkabarettist, München

Manfred Maurenbrecher Musiker, München

Csaba Gál Csaba Gál Chansonpoet, München

Margareth Gorges Bürgerjournalistin, Homburg/Saar

Alban Nicolai Herbst Autor, Berlin

Marly Jedelhauser Grafikerin, München

Sandra Kreisler Schauspielerin, Wien

Berni Maisberger Musiker, München

Sarah Manß Liedermacherin, Masserberg

Cynthia Nickschas Liedermacherin, Bonn

Christian Nürnberger Publizist, Mainz

Anna Osowski Autorin, Hamburg

Heidelinde Penndorf Literaturkritikerin, Weißenfels

Lollo Peters Uni. Köln

Marlene Pfaffenzeller Nervenärztin und Psychoanalytikerin, Berlin

Michael Sailer Künstler, München

Ilja Schierbaum Musiker, München

Christoph Theussl Künstler, München

Hans-Eckardt Wenzel Musiker, Berlin

Tom W. Wolf Freier Journalist und Redakteur, Hamburg

Dr. Seltsam Wolfgang Kröske Kommunistischer Entertainer, Berlin

Nepo Fitz Musiker, München

Thomas Vogelmayer Bayerischer Liedermacher, Straubing

Sybille Marggraf Literaturpädagogin, Sudershausen

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Baron von Feder: „Die blendende Wirkung der Freiheit“

Baron von Feder

Die blendende Wirkung der Freiheit“

 Am 16. Januar wurde ein Institut namens „Walter Eucken“ 60 Jahre alt. Das Institut hat Mitglieder und Freunde, und die bekamen alle von Bundepräsident Joachim Gauck einen herzlichen Glückwunsch mitsamt einer daran hängenden Rede. Das Institut hat mit Wirtschaft zu tun und befindet sich in Freiburg. Es werden dort Ökonomen ausgebildet, welche das Land in Zeiten der Krise aus derselben heraus führen sollen. Nun gibt es aber „Zeiten großer Skepsis gegenüber liberalen Wirtschaftssystemen“, sagte der Präsident. Möglicherweise ist diese Skepsis zu Recht vorhanden, fanden inzwischen schon mehrere Kommentatoren der staatstragenden Medien. „Freiheit in der Gesellschaft und Freiheit in der Wirtschaft gehören zusammen“. Dennoch unterbleibt zur Zeit vieles, was sich gehört. Im Moment ist das mit der Freiheit in der Gesellschaft beschränkt. Diese Beschränktheit könnte mit den neoliberalistischen Tänzen um diverse goldene Kälber zu tun.

Vom Glanz des Goldes blind geworden
sieht kaum man noch die Elendshorden,
die ausgegrenzt und angeschmiert
das Kapital zum Tode führt“

Wer dies alles im Hinterkopf hat, findet es sicher sehr merkwürdig, wie der Präsident zu der Einschätzung kommt: „Wer dies im Hinterkopf hat, kann es übrigens nur merkwürdig finden, dass der Begriff „neoliberal“ heute so negativ besetzt ist.“ Neoliberal heißt im Grunde Wettbewerb immer und überall, und wo der Wettbewerb eingeschränkt wird, da gedeiht Unrecht, sprach Gauck. Wo aber gedeiht Gerechtigkeit? Etwa dort, wo kein Existenzdruck durch Wettbewerb besteht? Dann aber muss man den Wettbewerb nicht einschränken. Er muss bloß von sich aus ein paar Freiräume lassen, wo er nicht stattfinden darf, zum Beispiel im Gesundheitswesen. Für die Anregung zu diesem Gedanken des Freiheitslehrers Gauck bin ich sehr dankbar.

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Baron von Feder: Das Ohr

Ein Ohr war äußerst misstrau-isch
sprach jemand an dem großen Tisch
und Es, das Ohr, wusst ganz und gar
nicht, wovon die Rede war.
Da sprach das Ohr: So gehts nicht weiter
Ich werd jetzt größer, werde breiter
Dann hör ich ALLES, was ihr sprecht
und pfeif dabei auf Euer Recht.
Das Ohr fand seinen Plan O-Kee
Und nannte sich jetzt EN-ES-EEH

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APROPOSIA: Vom Rohstoffhorten

APROPOSIA

 Vom Rohstoffhorten“

 Am 31. Dezember 2013 brachte Spiegel Online einen Artikel über geheime Rohstofflager. Der Artikel bezog sich lediglich auf Metalle. Was aber, wenn Rohstoffe aller Art als taktische Reserve im Wirtschaftskrieg angelegt werden?

 Moderatorin: „Guten Abend, erlauchte Runde. Vor vier Wochen schrieb Spiegel Online über geheime Rohstofflager als taktische Reserve im Wirtschaftskrieg. Wollen wir uns mal die mögliche Bedeutung dieser Meldung klar machen – schon deshalb, weil es in diesem Jahr noch sehr viele Meldungen geben wird, deren Bedeutung wir uns erst einmal klar machen müssen.“

Unker: „Wer hortet denn Rohstoffe? Und ist es auch Rohstoffhorten, wenn wir alte Batterien sammeln und nicht abliefern?“

Zwischenrufer: „Altstoffsammeln für den Frieden, das wäre doch mal was. Wann immer der Staat einen Kriegseinsatz mit Rohstoffsicherung begründen will, bieten wir zu lediglich lebenserhaltenden Preisen mit Kultur und Freude recycelte Rohstoffe an und machen das Argument der Sicherung von Rohstoffen und Handelswegen überfllüssig. Drum sammeln wir Glas, Plasteflschen, Kanister, Altpapier – besonders wichtig, um immer illegales Druckmaterial zu haben, wenn sie mal wieder auf die Idee kommen, das Schreiben zu verbieten.“

Moderatorin: „Sehr schön gedacht, lieber Zwischenrufer. Und dennoch: Ich bitte die Rohstoffbörsianerin, die Frage vom Unker zu beantworten. Dann versteht man Ihren Gedanken auch gleich besser“ (plinkert mit Kussmund zum Zwischenrufer)

Börsianerin: „Für den Handel mit Rohstoffen ist im Falle der Metalle die LME zuständig.“

Zwischenrufer: „Klingt wie LMA.“

Börsianerin: „Heißt aber London Metal Exchange und ist die Handelsbörse mit Metallen. Das ist das gleiche Prinzip wie De Beers, die den weltweiten Abbau und Handel mit Diamanten kontrolliert.“ (lächelt lasziv)

Moderatorin: „Man verknappt also die Rohstoffe, um sehr hohe Nachfragepreise zu erzielen, und dann schmeißt man man so viel davon auf den Markt, dass man allen anderen die Preise verdirbt?“

Börsianerin:(lächelt lasziv): „Aber nicht die eigenen. Nur die von den Auch-Anbietern und denen, die aus den so überteuerten Metallen Mobiltelefone oder Taschenlampenbatterien oder so bauen.“

Moderatorin: „Und was ist der Sinn davon?“

Börsianerin: „Um das, was Sie Sinn nennen, geht es in der Wirtschaft nicht. Da geht es um Profit. Schöngeistige Sinnfragen stören den Profit.“

Zwischenrufer: „Oh, lasst uns schöngeistige Sinnfragen stellen.“

Börsianerin: „Lassen Sie mich noch hinzufügen: Die Wirtschaft ist Sklave ihres eigenen Profitdenkens. Warum soll sie da nicht die Menschheit zum Verbraucher markieren und zum Sklaven des Konsums machen? Für die einen Profit, für die andern Konsum. Schließlich sollen es die Armen ja nicht besser haben als die Reichen.“

Unker: „Aber Sklaven sind wir alle.“

Zwischenrufer: „Wir wählen die Freiheit.“

Dr. Liberalitas: „Die Freiheit ist….“

Moderatorin: „Ja, Dr. Liberalitas, das stimmt.“

Dr. Liberalitas: (brubbelt vor sich hin)

Unker: „Wie kann man eigentlich freiwillig auf die Idee kommen, sich beim Militär als Rohstoffräuber zu verdingen, wo doch ein Leben in Uniform, Kaserne, Wüstenstaub, Modderpampe und Entbehrungen nicht schön ist?“

Moderatorin: „Vielleicht wird’s ja schön. Was meinen Sie, UvD?“

UvD Leyen: „Im Zuge der Reform gestaltet der Truppendienst familienfreundliche Auslandseinsätze, Pardon, Arbeitsplätze.“

Unker: „Na, dann haben Sie ja auch bald den dringend benötigten Nachschub an Menschenmaterial, was?“

Mesiramis Drohne:(schaut anerkennend auf UvD)

Unker: „Könnte man den Frieden nicht sichern, indem man keine Rohstoffe mehr braucht?“

Drohne, Sehr kluge Frau und UvD: (Lachen prustend)

Zwischenrufer:Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. Ist von Ghandi. Und auch der hier: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

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Rezension Musik: „Ich bin ein Kopfhörer“

Baron von Feder

Musik-Rezension „Ich bin ein Kopfhörer“

 „Ostrock mit Neue Deutsche Welle

Neulich kam Helene Musfedder in in der Redaktion mit einer Musik-CD an. Ob ich mal reinhören wolle, um etweas darüber zu schreiben. „Wieso ich“, fragte ich. Helene griente: „Weil Du nie Musik hörst, lass Dich mal überraschen, was es mit Dir macht.“ Ich stimmte zu. Zustimmen ist sowieso das beste, was man machen kann, wenn Helene einen Wunsch äußert. Ich frage unseren Webmaster, ob er in seiner Technikkammer noch einen CD-Player hat, den er mir mal leihen könnte. Er schaute mich an, als hätte ich ihm gerade viel Gesprächsstoff für lange, dunkle Winterabende geliefert. Nachsichtig lieh er mir das Gerät und ich hörte mir die CD „Ich bin ein Kopfhörer“ von Andreas Max Martin an. Die Musik klingt wie eine gelungene Mischung aus Ostrock und Neue Deutsche Welle. Witz und eine Prise Selbstironie scheinen in allen 13 Titeln der CD mit zu schwingen, Von „Ich bin ein Kopfhörer“ über „Phantom Reloaded“ und „Glamouröser Tanzauslöser“ bis „Mit weißen Segeln“. Durch die zum Teil längeren Instrumentaleinlagen wirken die Lieder wie eine lange Dünung bei einem romantischen Segeltörn. Oder was man da je nach eigener Veranlagung für sinnige Vergleiche finden mag.

04-01-2014 Musik cover CD Ich bin ein Kopfhörer

Am 14. Februar tritt Andreas Max Martin in Weimar auf. Das wird ein Konzert am Valentinstag im „Mon Ami“. Weitere Termine für 2014 sind der 06. März in Naumburg im Theater, der 23. August in Bad Sulza und der 6. September wieder in Naumburg mit einem Sommerkonzert im Weingut Hey. CDs können direkt über die Webseite www.andreas-max-martin.de oder über iTunes und musicload erhältlich.

(Andreas Max Martin, „Ich bin ein Kopfhörer“)

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Redaktionsmiteilung: Aus des Neuen Jahres Antrittsrede

Aus des Neuen Jahres Antrittsrede
„Ich kann“, so sprach das Neue Jahr
bei Ablösung des Alten
„die Wünsche von der Menschenschar
nicht ganz allein gestalten.
Ihr wünscht, ich soll Euch günstig sein
dann werde es gelingen.
Ich wünsch, wir machen das zu zwein,
das Schönes wir vollbringen.“
Das Neue Jahr schloß einen Bund
mit jedes Menschen Lage
und dies im ganzen Erdenrund
für 365 Tage.
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Redaktionsmitteilung: Neuer Essay im Bezahlbereich

Gerade wurde der Essay „Übrigbleibende Wege – eine Chance für die die Ausgegrenzten und Angeschmierten“ fertig. Den Link finden Sie auf der Seite „Edition Bewegungsmelder“. Spass beim Lesen kann nicht wünschen, aber Hoffnung.

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Rezension: „Rostbratwurst“

Hannes Nagel

Rezension „Rostbratwurst“

 „Krimi macht Lust aufs Leben

 Der Krimi „Rostbratwurst“ enthält alle Zutaten für eine spannende Erzählung: Ein osteuropäischer Auftragskiller, ein Schlampenmörder aus Marseille, Rinderzucht und Hormonskandal – welch Glück, dass Thüringer Bratwürste vom Schwein sind – und dann die klassische Konstellation: eifriger Zeitungslehrling kommt einem Skandal auf die Spur, den die alten Hasen der redaktion nicht erkannten, wird ermordet und hinterlässt seinem Chef ein Notizbuch. Der recherchiert die Geschichte dann zu Ende, und die Polizei kommt mächtig aus der Puste, weil sie dem Tempo des Journalisten nicht gewachsen ist und immer mit hundert Metern Abstand nachläuft. Kreiert hat den Krimi der Apoldaer Zeitungsmann Klaus Jäger. „Rostbratwurst“ ist sein bestes Buch bisher, und wenn er so weiter schreibt, könnte er noch zum Kultautor werden. Bei dem Roman „Die Gruppe“ konnte man das schon erahnen. Der Krimi „Krügers Erbe“ war sozusagen eine Fingerübung für kommende Meisterstücke. Ein ganz breites Grinsen kann man an Stellen den journalismuskritischen Stellen des Buches bekommen. Da räumt ein Zeitungsmann mit dem Trend zum Verlautbarungsjournalismus auf und zeigt nebenbei noch ein paar Recherchemethoden. Wer Spuren zu lesen vermag, erkennt die Dinge, die andere nicht sehen. Das zeigt der Autor am Beispiel der „Sozialen Medien“. Man wünscht sich fast, bei Klaus Jäger als Volontär für den Lokaljournalismus ausgebildet zu werden.

(Klaus Jäger, „Rostbratwurst“, Emons-Verlag, Köln 2013)

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Baron von Feder: Zur Lage der fischenden Kormorane im Norden

19-12-2013 Kormoran an MeiningenbrückeBaron von Feder

Zur Lage der fischenden Kormorane im Norden“

 Bis etwa 2005 gab es zwischen Fischern, Natürschützern und Landespolitikern in Mecklenburg-Vorpommern Streit über den Umgang mit fischenden Kormoranen. Die Fischer betrachteten die Fischerei als ihr Monopol. Die Kormorane dachten sich nichts dabei, als sie ihren Hunger mit Fischen stillten, auf welche die Fischer Ansprüche erhoben. Seit Juli 2012 gibt es eine neue aktuelle Kormoran-Landesverordnung (Landesverordnung zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden durch Kormorane – KormLVO M-V vom 06.07.2012, die den Umgang zwischen Fischern und Kormoranen regelt. Die Verordnung ist einer der wenigen Fälle, in denen Bürokratie Leben schützt. Denn Kormorane stehen nicht im im Bundesjagdgesetz und dürfen daher nicht gejagt werden.

Ausnahmeregelungen gibt es im Bundesnaturschutzgesetz (BnatSchG), aber ausdrücklich nur für die Fischteichanlagen in Boek (Müritz) und Lewitz (wo liegt das?). Eigentlich müssten diese Regelungen jetzt die Schleppnetzfischerei beunruhigen, die auf der Ostsee in Küstennähe stattfindet und viel größere fischereiwirtschaftliche Schäden anrichten kann als 11499 Kormoranbrutpaare, die es zur zeit in Mecklenburg-Vorpommern gibt. Vier Kormorane sieht man derzeit fast täglich auf vier Dalben neben der Meiningenbrücke. Im Sommer machen dort die Segler fest, wenn sie auf die Brückenöffnung warten. Da werden Kormorane und Segler sich bestimmt viel zu erzählen haben.

Kormorane und Menschen sind im Grunde lernfähig. Die Kormorane lernen schnell mit kalten Temperaturen umzugehen; Menschen haben schnell gelernt, dass man den Vogelbestand nicht reduzieren kann, indem man die brütenden Vögel nachts mit Lasern von den Nestern vergrämt, so dass die auskühlenden Eier zur tödlichen Falle für die Insassen werden. Wenn alle beide so lernfähig sind, besteht noch Hoffnung für ein respektvolles Miteinander der Schöpfung.

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