Apropos Militärexperte

Militärexperten sind Leute, die erkannt haben, dass es keinen gerechten Krieg gibt. Einschätzungen, die Krieg unter dem Begriff Militäraktion gutheißen, stammen demnach nicht von Experten, sondern von Politikpyromanen. Etwa wie der Streichholzzündler von der Seine, der ohne Not den Lumpenhund von Libyen zur Weißglut reizt.

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Kleiner falscher Zungenschlag

Freitag, 18. März 2011

Autor: Hannes Nagel

Kleiner falscher Zungenschlag

Der „Seetangmerkur“ schrieb am 18. März, dass die Chefin der Krankenkasse Barmer oberste Pharma-Lobbyisten wird. Aua. Ihr untersteht als Chefkorrupteurin die gesamte Tablettenindustrie. Der Verband der Arzneimittelindustrie will und jetzt kommt es: „den Dialog mit der gesamten Gesundheitsbranche ausbauen“. Die Gesellschaftskritikerin Ida Lobenstein fragte prompt nach, wie Ärzte und Kranke sich den Dialogausbau vorstellen müssen. Sie bekam erwartungsgemäß noch keine Antwort.

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Libyscher Krieg

Freitag, 18. März 2011

Autor: Hannes Nagel

Glosse: Ida L. und das Wochenende

Liebe Blauäugige im Land, ballt die Fäuste und wischt Euch zunächst nur die Tränen aus dem Gesicht. Es ist Freitag, und während anständige Menschen sich auf das Wochenende freuen, freuen sich politiktätige Menschen über den Freibrief der UNO, Luftangriffe auf Libyen fliegen zu dürfen. Deutschland stellt Oberst Klein vom Hindukusch zur Verfügung. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Guido Westerwelle. Besser ist sie dadurch auch nicht geworden.

Ein kriegsfreies Wochenende wünscht Ihnen Ihre Ida L aus M am A

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Informationsverteilung: Wissen Sie, was Sie da lesen?

Wenn Lebensmittelwächter auf die Schädlichkeit des Stoffes verweisen, den die industriellen Hersteller Lebensmittel nennen, fragen sie gerne: „Wissen Sie eigentlich, was Sie da essen“? Und meinen den Döner, die Fertiggerichte, die belegten Bäckerbrötchen, die Pommes und die Pizza.

Und wissen Sie auch, was in den Nachrichten drin ist, die Sie so lesen?

VolltextInformationsverteilung – Wissen Sie, was Sie da lesen

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Atomaussstieg: Sofort – das heißt unverzüglich

Anbei finden Sie ein Flugblatt aus Frankfurt am Main

Für heute, 14.3. wird dort um 18. Uhr an der

Hauptwache eine Anti-Atom-Demo stattfinden

20110314 ÖX Atom-Flugi

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Rezension: Die magischen Jahre

Gerade brachte die Post zwei Bücher von Hofmann und Campe. Ich soll sie lesen und im „Flugblatt“ eine Rezension pro Buch schreiben. Das eine Buch heißt „Die magischen Jahre“ und handelt vom alt werden. Das andere hat mit Politik und Krieg und Internet zu tun. Beides aktuelle Themen: Die Zeit eilt dahin, und gegen überall drohende Kriegsgefahren muss man ständig hellwach sein.

Die Wahl des ersten der beiden zu rezensierenden Bücher überließ ich einem Würfel und einem Lederbecher. Ich legte fest: Ich werde den Würfel 20 mal fallen lassen. Die ungeraden Durchgangsnummern repräsentieren das Politik-Buch und die geraden Durchgangsnummern das Buch mit dem Altern. Dann schrieb ich pro Durchgang die Augenzahl auf. Die Augenzahlen der ungeraden Durchgänge für das das Kriegsbuch, die Augenzahlen der geraden Durchgänge für das Alter-Buch. Immer, wenn ein Buch eine höhere Zahl hatte, vergab ich einen Punkt, bei Gleichstand bekam jedes einen. Das amtliche Endergebnis lautete: 5 Punkte für den Krieg, 6 Punkte für das Alter. Wirklich wahr, das ist ein ungefälschtes Ergebnis.
Jane Miller aus London trägt einen Allerweltsnamen, jedenfalls in der englischsprachigen Welt, und der Titel klingt auch so wie einer von vielen, die man sonst vor dem Lesen wieder weglegt, weil man sich dafür zu jung fühlt, und wenn es dann passt, ist es zu spät.
Mit dem Alter scheint es ungefähr so zu sein wie mit dem Schnee im Winter: Man weiß, dass er kommt, aber wenn er da ist, ist man jedesmal überrascht. Obwohl es Wetteranzeichen gibt, die ihn ankündigen.
Die Autorin ist vergleichsweise jung: 77. Kein Alter, wenn man bedenkt, wie schnell die Zeit vergeht. Allerdings vergeht die Zeit für freie Menschen schneller als für eingesperrte, unterdrückte, ausgeschlossene und sonstwie unfreie Menschen. Die Lektüre dieses Buches ist Lesen mit Ergebnis. Das Ergebnis lautet:
1. Die Schönheit des Alters hängt von der Vergangenheit ab
2. Versäumtes kann man nicht nachholen.
3. Niemand soll in seinem Leben vom Schönen zu wenig haben.
Dann ist das Alter ein neues Leben, in welchem dem Lebenden alle Möglichkeiten DIESES Lebens offen stehen. Und alle bisherigen Geburtstage sind aufgefädelte Schmuckstücke einer Perlenkette.

Jane Miller, „Die magischen Jahre“, Hofmann und Campe, Hamburg 2011, 20 Euro, 260 Seiten

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Alle brauchen Atomausstieg

Gesellschaft und Überleben

Sonntag, 13.März 2011

Autor: Hannes Nagel

Alle brauchen Atomausstieg

Die Göttinger Bürgerbewegung „Initiative für eine humane Welt“ (IHW) hat vor geraumer Zeit schon, als die Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke beschlossen wurde, NEIN gesagt und den Ausstieg aus der Atomenergiewirtschaft gefordert. Jetzt hat sie es mit einem dringenden Appell an die regierende Kernphysikerin von Berlin, Bundeskanzlerin Merkel et. al, wiederholt

(WORTLAUT siehe HIER: IHW-Appell gegen Atomenergie)

Für den Appell ist der Göttinger Wissenschaftsjournalist Holdger Platta verantwortlich. Platta ist auch der führende Kopf hinter dem gerade frisch gegründeten Verein, der sich für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit einsetzt. Die Bewegung IHW will ausdrücklich in ergänzender Kooperation mit bereits bestehenden Vereinigungen tätig werden.

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Apropos Japan sinkt

Samstag, 12. März 2011

Autor: Hannes Nagel

Apropos Japan sinkt

Vor vielen vielen Jahren, so etwa 70er oder 80er, gab es ein Buch mit dem Titel „Japan sinkt“. Es war ein sogenannter wissenschaftlich-utopischer Roman. Darin gab es diverse Erdbeben, die Japan dermaßen erschütterten, dass das Land auseinander brach und die Bruchstücke auf den Meeresgrund sanken. Die einzige Lösung hieß: Die Bevölkerung muss mit Hilfe der Weltgemeinschaft evakuiert werden und auf neue Siedlungsgebiete verteilt werden.

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Japan wurde gerade infolge von Plattentektonik von diversen Erdbeben erschüttert. Mindestens zwei Kernkraftwerke sind nicht mehr beherrschbar, weil die Kernschmelze eingesetzt hat. In der literarischen Vorlage wurde die Bevölkerung evakuiert, weil nichts mehr zu retten ist. Was macht die Wirklichkeit?

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Glosse: Kauft ohne Nachzudenken sofort unseren Mist

Donnerstag, 10. März 2011

Autor: Hannes Nagel

Glosse: Kauf ohne nachzudenken sofort unseren Mist

Damals in der DDR gab es eine Verkaufsorganisation, die hieß Konsum. Konsum war eine Abkürzung und hieß in echt „Kauf ohne Nachzudenken Sofort Unseren Mist“. Mittwochs war der Konsum nachmittags zu. Landesweit hatten die Mitarbeiter „handelspolitische Schulung“, und so stand es an den Türen: „Wegen handelspolitischer Schulung geschlossen“.

Heute kann man mittwochs immer noch tanken, ohne wegen handelspolitischer Schulung zum Verkauf von E 10 vor verschlossenen Türen stehen zu müssen. Die Preise in Euro zu den Preisen in DDR-Mark sind auch schon angeglichen. Für dieses Geld sollen Autofahrer ohne nachzudenken sofort deren Mist kaufen. Dabei soll das Zeug doch in der Lage sein, alle Motoren zu schrotten. Auch die von militärischen Wuchtbrummen? Dann könnten die den Scheiß doch tanken bis sie kaputt sind. Dann wär der Mist weg und die Panzer auch. Und noch eine Warnung an Tankstellen und Ölkonzerne: Kommt bloss nicht auf die Idee, den Scheiß einfach anders zu etikettieren Denn gemerkt habt Ihr sicher schon: Autofahrer können DOCH nachdenken. Und das tun sie. Verlasst Euch drauf.

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Kommentar: Politik zwingt Bürger zum Unterlassen von Hilfe

Montag 14. Februar 2011

Autor: Ida Lobenstein / Hannes Nagel

Hallo, hier ist Ida Lobenstein. Ich möchte meine Stichelei wiederholen: Wenn jetzt mit einem offenen Brief samt Unterschriftensammlung so etwas wie Nansenpässe für die Flüchtlinge gefordert wird, dann schmerzt es die Regierenden und hilft den Flüchtlingen, und zwar sofort. Wenn große Not ist, muss man erst helfen, bevor man akademisch gebildet mit Seidenhemd über dem Wohlstandsbauch über die Ursachen der Menschen redet, die sich vor Hunbger, Elend und Gewehrkugeln im Bauch auf dem Boden winden und schreien, so laut, dass die Hilferufe auch hundert Hände durchdringen, die satte Bürger und die Politik über ihre Ohren pressen, um nichts hören zu müssen.

Man kann einen Menschen auch durch Zwang zur Untätigkeit zum Mittäter machen, indem man ihn zur Unterlassung einer Hilfeleistung nötigt. Genau das macht die Regierung Merkel in Komplizenschaft mit den anderen EU-Staaten.Ihnen gehört auf die Pfoten gehauen.


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