BARON VON FEDER: Der Ausgangspunkt

Die Träumereien an Fließgewässern können wahr werden. 15 Kilometer durch die sommerliche Hitze zum Bootsverleih und wieder zurück sind wieder machbar.

Daher:

Dieses Bild zeigt die Trockenheit der Radtour.

Hier ist der Ausgangspunkt

Und dies ist das Gefährt

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Redaktionsmitteilungen: Das Flugblatt für August 2020 ist fertig

Und wieder ist ein Flugblatt da. Sieht aus – auf Holz geklopft – das wir haarscharf am Schiffbruch vorbei geschrammt sind. Freunde halfen und hier ist das Flugblatt August. Das Leben bleibt spannend.

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FEULLETON-REZENSION: Verfassungsschutzbericht 2019

„Verfassungsschutzbericht 2019“

Wenn ein Geheimdienst als Quelle für eine Publikation gilt, muss man ganz besonders quellenkritisch vorgehen. Man schaut sich dazu am Besten an, was die Geheimen selbst als Informationsherkunft angeben. Sofern es sich um parlamentarische Papiere handelt, kann ja auch prinzipiell jeder Journalist oder sich anderweitig als medienkompetent erweisender Mensch über Gefahren und Bedrohungen für die Verfassung und die darin festgelegte Staatsordnung analytisch publizieren. Dem quellenkritischen Vergleich wäre es dienstlich, wenn der Schutz der Vefassung von der Geheimarbeit zur Öffentlichkeitsarbeit umstrukutiert würde.

Daraus kann aber nichts werden. Denn der Bundesinnenminister, der zugleich für Bauen und Heimat zuständig ist, hebt den Pädagogenfinger und verkündet: „Der Verfassungsschutz ist unverzichtbar für eine wehrhafte Demokratie.“ Das ist auch eine Ansicht. Und angeblich ist die Betätigung er Sicherheitsbehörden unterhalb der Transparenz nicht völlig losgelöst von der gesellschaftlichen Gemeinschaftsaufgabe des Schutzes der Verfassung und des Erhaltes der Ordnung nach Artikel 20 Grundgesetz. Denn es gibt ja noch das System der Parlamentarischen Kontrollkommission. Das ist ist den Geheimen schon fast zu viel Transparenz. Immerhin erfährt man beim Lesen, wohin die Augen blickten, die gängigen Klischees zufolge auch im dunklen Keller von Sonnenbrillen geschützt werden. 11 Rechtextreme Strukturen und 17 Linke zählt der Bericht.

Rechts sind
-NPD
-Die Rechte
-Der III.Weg
-Der Flügel
-Junge Alternative
-Identitäre
-Junge Nationalsozialisten
-Ring Nationaler Frauen
-Kommunalpolitische Vereinigung der NPD
-Deutsche Stimme Verlagsgesellschaft

Links sind
-DKP-MLPD
-Sozialistische Gleichheitspartei
-Rote Hilfe e.V.
-indymedia
-Interventionistische Linke
-Ums Ganze
-Perspektive Kommunismus
-Liga der 5. Internationale
-Rebell
-Sozialistische Alternative
-Sozialistisch Organisierte Solidarität
-Kommunistische Plattform Die Linke
-Sozialistische Linke
-Antikapitalistische linke
-marx21

Auch der Begriff „Dissidentenszene“ taucht wieder auf. Da wäre ein Ansatzpunkt zur Transparenz: Dissident werden und dann beschreiben, wie der Verfassungsschutz die Verfassung schützt. Dabei sind Dissidenten auch schon zu DDR-Zeiten besonders verfassungstreu gewesen. Es störte sie nur die Diskrepanz zwischen Verfassungswirklichkeit und Verfassungsanspruch. Dissidenten sind von Natur aus konservative, aber zum Teil zu national denkende Schützer der Verfassung.

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FEUILLETON-REZENSION: Die Möglich-Macher-Macht

FEUILLETON-REZENSION

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„Die Möglich-Macher-Macht Europas“

Sprache ist etwas Schönes. Manchmal gibt es sogar völlig überraschende Wortkreationen, die aus einer Verlegenheitslücke beim Übersetzen zu stammen scheinen. Ein solches Wort hat die Münchner Sicherheitskonferenz in ihrem Newsletter zur Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Deutschland Anfang Juli 2020 gefunden. „Die Möglich-Macher-Macht“ heißt dieses Wort, weil es im englischen Original „The enabling Power“ lautet. Wenn der Zielsprache eine paar zusammengesetzte Substantive fehlen, musss man des besseren Ausdrucks wegen manchmal ein paar Umschreibungen benutzen. Auch wenn dann die Satzkonstruktion von der Ausgangssprache abweicht. „Die Möglich-Macher-Macht“ hört sich sonst etwas komisch an, als ob ein Kind mangels Kenntnis des Wortes „Schmuckelement“ die Formulierung „Schön-Ausseh-Ding“ kreiert. Und so erblickte „The enabling Power“ alias „Die Möglich-Macher-Macht“ das Licht der Öffentlichkeit.

Der Text ist eine Publikation der Münchner Sicherheitskonferenz. Der aktuellen Mode entsprechend beginnt ist der erste Abschnitt der Pandemie „Corona“ gewidmet. Die Pandemie sei „die schwerste Herausforderung für das Überleben der EU“. Beim Weißbuch 2016 waren es noch Cyberwar und Russland, durch die sich Europa zu besonders aufmerksamen Handeln gezwungen sah.

Hinter „Überleben der EU“ steht ein Komma. Nach dem Komma folgt ein einschränkender Nebensatz: „wie wir sie kennen“. Wird die EU also in einer Form überleben, die wir noch gar nicht kennen?“ Ist es vorstellbar, dass jenes Europa, welches wir noch gar nicht kennen, ein gastfreundliches, kosmopolitisches und unbürokratisches Gemeinwesen werden wird, in dem das Primat des Neoliberalismus von einem kulturellen Bildungseuropa mit einer tragenden Wirtschaft abgelöst wird? Eine 18-seitige Broschüre wäre dafür ein feines Manifest.

Stattdessen elementare nationale Sicherheitsinteressen. Schon ist von nationalem Grundinteresse die Sprache. Das dicke Deutschland profitiert von allen Mitgliedern der Europäischen Union am meisten am Zusammenwachsen von Märkten, Verwaltungsstrukturen und der Sicherheitsbehörden, steht da auf Seite 4. Ausserdem habe Deutschland nur Freunde um sich. Allein durch die schiere geografische Lage und das wirtschaftliche Potential sei Deuschland daher das Fundament für Frieden und Stabilität in Europa. Daher müßte Deutschland doch voll und ganz in der Lage sein, „Verantwortung“ zu übernehmen, welche dann in den inhaltlichen Details von verschiedenen Seiten verschieden interpretiert wird. Die NATO verlangt mehr finanzielles und militärisches engagement. Nein, stimmt gar nicht: Sie sagt nicht „militärisches“ Engagement, sondern „sicherheitsolitisches Engagement“. Gemeint ist trotzdem das militärische Engagement, wie es im Weißbuch der Bundeswehr von 2016 beschrieben ist und zuletzt in der Beteiligung an der Einsatzfähigkeitsberprüfung des Manövers „Defender 2020“ unmissverständlich demonstriert wurde. Deutschland, die Möglich-Macher-Macht.

Mittelmäßige Propaganda mit informativen Aussagen.

Im Grunde ist die Broschüre „Die Möglich-Macher-Macht“ ein Stück mittelmäßige Propaganda mit informativen Spurenelementen. Zwischen den Zeilen läßt sich beispielsweise herauslesen, dass der sperrige Titel zur Vermeidung bei vielen Deutschen und in weiten Teilen Europas verpönten Wortes „Führungsmacht“ dient.

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FEULLETON-ZEITGEIST: Was braucht ein Mensch und wieviel Genuss darf sein?

FEUILLETON-ZEITGEIST

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„Was braucht ein Mensch und wieviel Genuss darf sein?“

Trotz kritischer und mißtrauischer Suche konnte bisher kein Absichtsbeweis für die künstliche soziale Kleinhaltung von Hartz-Vier-Opfern durch die Sozialbehörden des Bundes und der Länder mit pädagogischer Absicht gefunden werden. Indizien gibt es hingegen zur Genüge. Genüge ist Mittelhochdeutsch und bezeichnete einmal das Notwendikum, wie es heute heißen könnte. Heute heißt es aber Existenzminimum, und dieses ist weder Genüge noch erreicht es das Maß des Notwendikums. In diesem Artikel wird anhand einer einzigen von mehreren Millionen Einzelschicksalsentscheidungen exemplarisch vorgerechnet, dass das durch den Staat zur Verfügung gestellte Hartz-Vier-Geld um mindestens den Betrag zu niedrig ist, der anrechnungsfrei hinzuverdient werden darf. Zugleich steht die Dankbarkeit des im Vergleich zu indischen oder brasilianischen Favelas immer noch unverschämt hohen sozialen Lebensstandards außer Frage.
Die Mindeststandards müssen also von den Favelas bis zu den Obdachlosen einschließlich der Hartz-Vier-Opfer und Armutsrentner in Deutschland und in den ehemaligen Wohlfahrtsstaaten Westeuropas sein:

-Sauberes Trinkwasser, welches im Armutsfall den Grundgetränkebedarf deckt

-Gegebenenfalls die Möglichkeit, Wasser und Lebensmittel zu kühlen. Das betrifft den erfreulichen Fall von Getränken, die über das den Armen zulässige Maß an Leitungswasser hinaus gehen.

-Medizinische Betreuung

-Gesunde Ernährung, also Lebensmittel, die nicht monsantiert sind oder industriell gefertigt sind

-Umlaufende Geldmittel für Hausratsversicherung, Haftpflichtversicherung, Vereinsbeiträge, GEZ, Telefon, Haushaltsbedarf, im Falle von Kindern selbstverständlich Schulbedarf und Mittel zur Bildungsprägung, Miete, Nebenkosten, Strom und Heizung sowie für Kultur.

-Mittel zur Bildung von Rücklagen für Waschmaschine, Autoreparaturen, Stromnachzahlungen, Kauf von Bekleidung, gelegentliche Abwesenheiten von zu Hause in Höhe von Fahrtkosten und Übernachtungsspesen.

Und dann noch zwischen 20 und 50 zum Sparen. Man weiß ja nie, was noch kommt.

Pro Einzelperson ungeachtet ihres Alters kommt man da locker auf 1200 Euro pro Monat. Ich glaube, dafür könnte man den gesamten Minilohnsektor auf Ehrenamt mit Lebenserhaltsaufwandsbonus umstellen.

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BARON VON FEDER: Der vergessene Mittsommer

FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES

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„Der vergessene Mittsommer“

Jedes Jahr im Juni flippt Skandinavien aus. „Mittsommer“ ist schuld daran. Mittsommer ist ein Tag im Juni, an dem traditionell die Sonne scheint, der Wind weht, Segel und Fahnen teils flattern, teils gebläht sind, wo Abiturienten feiern und der Verkauf und Verzehr von Erdbeeren den Kumulationspunkt erreicht.

Teils neidisch, teils mitfiebernd schauen deutsche Skandinavienfreunde auf die Region ihrer Sehnsucht. Scharen von deutschen Studenten mischen sich unter ihre skandinavischen Kommilitonen und brillieren danach mit Expertenwissen. Erfüllend bis zur Pralligkeit kann so ein interkullturelles Studium sein. Manche Ex-Studenten bevölkern die Feuilletons und die Produktionsgesellschaften für Fernsehbeiträge. Sie wissen: Kommt Mitsommer, kommt Beitragswunsch, kommt Honorar.

Doch dann kam der Coronoa-Juni 2020. Skandinavien fand nur als schwedischer Sonderweg beim Umgang mit Corona statt. Der Mittsommer der nordischen Ostseeanrainer fand in den deutschen Medien nicht statt. Die Zeitumstellung von Winter auf Sommer war auch ausgefallen. es scheint sehr einfach zu sein, Geschehnisse medial ausfallen zu lassen und die Meinungen mit den verbliebenen Inhalten zu füllen.

BSE ist schon seit Jahren kein Thema mehr. Corona nähert sich der Plateauphase.

Warte nur, balde, dann läuft eine neue Sau durchs Dorf.

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Tagesbemerkungen: Corona-Wirrwarr

Gibt es eigentlich die HEILSARMEE noch und was haben deren Missionare zum Thema CORONA zu sagen?

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REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für Juli 2020 ist fertig

Liebe Leserinnen, liebe Leser, das 155ste Flugblatt seit Bestehen dieser Zeitung ist fertig. Ich wünsche Ihnen Freude, Optimismus, Mut oder etwas anderes Schönes und Gutes beim Lesen.

Beste Grüße

Hannes Nagel

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Baron von Feder: Knorriger Typ mit lächelnden Blüten

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Baron von Feder: Friedliches Idyll

„Friedliches Idyll“

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Die Sense singt, der Schwadd fällt nieder
und dann so viele Wespen wieder –
„Ruhig bleiben, reiz sie nicht“,
ist alles, was der Bauer spricht.
Die beiden Ponies grasen still
Kurz: Ein friedliches Idyll

Ganz einfach kann der Frieden sein:
Fenster auf und Luft herein
Die Betten sammeln frischen Duft
wenn sie dümpeln an der Luft
Endlos lang geht dieses Spiel
Kurz: ein friedliches Idyll

Abends singt die Harmonie
die Behütungs-Melodie
und wir gaukeln ohne Sorgen
in den nächsten schönen Morgen
Geborgenheit macht ruhig und still
Kurz: ein friedliches Idyll.

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